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und den Menschenstolz eines Volkes spricht, wenn esfrei zu wollen sich entschließt, was das Verhängnis ihmzu wollen auferlegt. Wer die Geschichte Friedrichs desGroßen kennt und liebt, ist erschüttert und fast entzücktüber die erstaunliche Ähnlichkeit der inneren Sachlagevom Hochsommer 1914 mit der vom Hochsommer 1756.Wie sehr muß der König die Beflissenheit verachtet haben,mit welcher der Klüngel drüben sich unschuldig zu halten,defensiv zu tun und ihm das Odium des Angreiferszuzuschieben trachtete, — ihm, der erhaben war überdie Heuchelei oder Einfalt einer Psychologie, welchezwischen „Offensive" und „Defensive" säuberlich unter-scheidet, und der Schuld und Odium gar nicht fürchtete!Welche Duckmäuserei, durchaus nicht schuldig werden,nicht schuldig sein zu wollen! Gut! Angenommen undversuchsweise eingeräumt, daß die unmittelbare Ini-tiative zu diesem Kriege bei Deutschland gewesen wäre, —war denn der Zustand Europas vor dem Kriege soköstlich, war er liebevoller Erhaltung so wert, daß es ab-scheulich genannt werden dürfte, seinen Umsturz in dieWege geleitet zu haben? War dieser Zustand nicht viel-mehr als unmöglich, unhaltbar, unerträglich allgemeinanerkannt? Das Gleichgewicht Europas... aber daswar die Ohnmacht Europas, war seine Blamage gewesen,mehr als einmal, und wenn diese in eifersüchtigem undgespanntem Gleichgewicht schwebende Ohnmacht desKontinents von jeher im Interesse einer politisch außer-europäischen, ja antieuropäischen Weltmacht gelegen war,