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so stand nirgends geschrieben, daß besagtes Interesse füralle Ewigkeit ausschlaggebend bleiben müsse. Ein wenigMut zur Geistesklarheit, meine Herrschaften! Zum Krieg-führen gehören zwei oder mehrere, und wenn nurDeutsch-land bereitgewesen wäre, es auf die ultimurotio ankommenzu lassen, wenn nicht auch die anderen den Krieg, wiedie korrekte Redensart lautet, „in ihren Willen aus-genommen" gehabt und ihn einem diplomatischen Er-folge Deutschlands begeistert vorgezogen hätten, — nun!so wäre er nicht gekommen. Hatten nicht alle ihre Hoff-nungen und Wünsche? Waren nicht alle am Kriegeinteressiert? Rußland wollte Konstantinopel und dasoffene Meer gewinnen, Frankreich die verlorenen Pro-vinzen zurückerobern, England die deutsche Konkurrenzzu Boden schlagen, und alle miteinander gaben sie sichder innigen Hoffnung hin, Deutschland unschädlich zumachen. Das alles war ohne Krieg nicht möglich. NurDeutschland hätte, um seinen Weg zu machen, den Kriegnicht nötig gehabt. Und doch hat es die Offensive er-griffen. Man könnte einwenden, daß ein Angriff ja ausNot geschehen könne und dann also kein Angriff mehrsei, sondern eine Verteidigung. Aber Deutschland hatdie Offensive ergriffen. Wenn Drei gegen Einen stehen,sollte es dann jemals den Dreien sehr schwer fallen,den Einen in die Offensive zu drängen? Nein, nicht sehrschwer; eher leicht. Dem steht jedoch die Tatsache gegen-über, daß Deutschland den Krieg, den „Präventivkrieg",gewollt hat. Es hätte seinen netten Präventivkrieg haben