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Friedrich und die große Koalition : von Thomas Mann
Entstehung
Seite
110
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IIO

dann wieder ein Angriffskrieg, indem Friedrich ihnzuvorkommend vom Zaune brach. Er war abermals einVerteidigungskrieg: denn einer gegen fünf, das läuftjedenfalls auf Verteidigung hinaus, auch wenn der einedie Kriegserklärung versandt oder es vielmehr auchnoch unterlassen hat, sie zu versenden. Und er war fünf-tens wieder ein Angriffskrieg, indem die schwerste undverzweifeltste Verteidigung sich notwendig in die Formdes Angriffs rettet.Dem Feind in den Hosen gesessen!"Angriff, Angriff!"^.ttugusr äono toujours!" Daraufhatte er instinktmäßig seine Truppen eingeübt, das hatteer ihnen selbst zum Instinkt gemacht, und damit führteer den Krieg, ungeachtet der Freundesstimmen, die ihnermahnten, sich doch jadefensiv" zu verhalten inSituationen wie die vom Jahre 1759, als ihm die Russenzur Linken, Daun zur Rechten und die Schweden imRücken standen.

Was er an Bundesgenossenschaft besaß, war der Redenicht wert. England betrachtete ihn als seinen Soldatengegen Frankreich, es ließ sich gefallen, daß er FrankreichsKräfte in Europa band, damit England sich ungestörtdie französischen Kolonien in Amerika aneignen könnte;aber es weigerte sich im Interesse seines Geschäftes, ihnin der Ostsee gegen Rußland zu entlasten, es zahlteHilfsgelder, solange es Lust hatte, und als es keine Lustmehr hatte, stellte es die Zahlungen ein. Man weiß,der Kampf dauerte sieben Jahre, diese alte Märchen-zahl von Prüfungsjahren, und er ging ein wenig hinaus