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Friedrich und die große Koalition : von Thomas Mann
Entstehung
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109
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und ich betrachte den Tod als ein Stoiker. Nie werdeich den Augenblick überleben, der mich nötigt, einen nach-teiligen Frieden zu schließen; kein Beweggrund, keineBeredsamkeit wird imstande sein, mich dahin zu bringen,daß ich meine Schande unterschreibe... Ich habe esIhnen gesagt und wiederhole es: Nie wird meine Handeinen schimpflichen Frieden unterzeichnen. Ich bin festentschlossen, in diesem Feldzuge alles zu wagen und dieverzweifeltsten Dinge zu unternehmen, um zu siegenoder ein ehrenvolles Ende zu finden."

Die Verteidigung", sagt Ranke,gab ihm einhohes Ansehen in der europäischen Staatenwelt. KönigFriedrich wurde, indem er sich verteidigte, zum großenMann des Jahrhunderts." Das ist wahr und auch wiedernicht sofern es nämlich Friedrichs Kampf gegen Europaals einen reinen Verteidigungskrieg ansprechen will. DieStreitfrage der Historiker, ob er das wirklich gewesenoder nicht vielmehr ein Angriffskrieg, will nicht ver-stummen, sie ist heute lauter als je; und doch liegen dieDinge zu verschränkt, als daß eine schlicht entscheidendeAntwort am Platze wäre. In seinen allerletzten Gründenwar dieser ungeheuerliche Kampf ein Angriffskrieg:denn die junge, die aufsteigende Macht ist psychologischgenommen immer im Angriff, und die anderen, die be-stehenden Mächte sind es, die sich gegen sie zu verteidigenhaben. Etwas weiter gegen die Oberfläche war er einVerteidigungskrieg: denn Preußen war jaeinge-kreist" und sollte baldtunlichst vernichtet werden. Cr war