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und ich betrachte den Tod als ein Stoiker. Nie werdeich den Augenblick überleben, der mich nötigt, einen nach-teiligen Frieden zu schließen; kein Beweggrund, keineBeredsamkeit wird imstande sein, mich dahin zu bringen,daß ich meine Schande unterschreibe... Ich habe esIhnen gesagt und wiederhole es: Nie wird meine Handeinen schimpflichen Frieden unterzeichnen. Ich bin festentschlossen, in diesem Feldzuge alles zu wagen und dieverzweifeltsten Dinge zu unternehmen, um zu siegenoder ein ehrenvolles Ende zu finden." —
„Die Verteidigung", sagt Ranke, „gab ihm einhohes Ansehen in der europäischen Staatenwelt. KönigFriedrich wurde, indem er sich verteidigte, zum großenMann des Jahrhunderts." Das ist wahr und auch wiedernicht — sofern es nämlich Friedrichs Kampf gegen Europaals einen reinen Verteidigungskrieg ansprechen will. DieStreitfrage der Historiker, ob er das wirklich gewesen —oder nicht vielmehr ein Angriffskrieg, will nicht ver-stummen, sie ist heute lauter als je; und doch liegen dieDinge zu verschränkt, als daß eine schlicht entscheidendeAntwort am Platze wäre. In seinen allerletzten Gründenwar dieser ungeheuerliche Kampf ein Angriffskrieg:denn die junge, die aufsteigende Macht ist psychologischgenommen immer im Angriff, und die anderen, die be-stehenden Mächte sind es, die sich gegen sie zu verteidigenhaben. Etwas weiter gegen die Oberfläche war er einVerteidigungskrieg: denn Preußen war ja „einge-kreist" und sollte baldtunlichst vernichtet werden. Cr war