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Schweißtropfen. Obgleich ihr niemand begegnete,sprach sie unaufhörlich im Vorwärtshasten, und ansihrem Flüstern löste sich dann und wann mit plötz-lichem Vorstoße ein Wort los, dem die Angst lautenTon verlieh . . . „Es ist nichts . . sagte sie. „Eshat gar nichts zu bedeuten. . . Der liebe Gottwird das nicht wollen... Er weiß, was er thut;den Glauben bewahre ich mir... Es hat ganzsicherlich nichts zu sagen. . . Ach, du Herr, tag-täglich will ich beten. . ." Sie plapperte einfachUnsinn vor Angst, stürzte die Treppe zur zweitenEtage hinauf und über den Korridor. . .
Die Thür zum Vorzimmer stand offen, und dortkam ihre Schwägerin ihr entgegen.
Gerda Buddenbrooks schönes, weißes Gesicht warin Grauen und Ekel ganz und gar verzogen, undihre nahe bei einander liegenden, braunen, von bläu-lichen Schatten umlagerten Augen blickten blinzelnd,zornig, verstört und angewidert. Als sie FrauPer-maneder erkannte, winkte sie ihr rasch mit ausge-strecktem Arme und umarmte sie, indem sie den Kopfan ihrer Schulter verbarg.
„Gerda, Gerda, was ist!" rief Frau Perma-neder. „Was ist geschehen! . . . Was bedeutetdies! . . . Gestürzt, sagen sie? Bewußtlos? . . .Wie ist es mit ihm? . . . Der liebe Gott wird dasSchlimmste nicht wollen. . . Sage mir doch umaller Barmherzigkeit willen..."
Aber sie erhielt nicht sogleich eine Antwort, son-dern fühlte nur, wie Gerdas ganze Gestalt sich in