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2 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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werde... Ta plötzlich geschah etwas, etwas Dra-matisches, etwas über alle Maße Überraschendes; derLauf der Tinge nahm eine Wendung, die das all-gemeinste Interesse verdiente und auch erhielt; einEreignis trat ein . . . es schlug ein, es machte, daßFrau Permaneder inmitten ihrer Geschäfte stille standund erstarrte!

„Thomas," sagte sie, „bin ich verrückt? Phan-tasiert vielleicht Gosch? Es kann nicht möglich sein!Es ist zu absurd, zu undenkbar, zu. . ." Sie ver-stummte und hielt ihre Schläfen mit beiden Händenerfaßt. Aber der Senator zuckte die Achseln.

„Liebes Kind, noch ist nichts entschieden; aber derGedanke, die Möglichkeit ist aufgetaucht, und beieiniger ruhigen Überlegung wirst du finden, daß ander Sache gar nichts Undenkbares ist. Ein bißchenfrappierend ist es, gewiß. Ich trat auch einen Schrittzurück, als Gosch es mir sagte. Aber undenkbar?Was steht denn im Wege? . . ."

„Ich überlebe es nicht," sagte sie, setzte sich ineinen Stuhl und blieb regungslos.

Was ging vor? — Schon hatte sich ein Käuferfür das Haus gefunden oder doch eine Person, dieInteresse für den Fall an den Tag legte und bereitsdem Wunsche Ausdruck gegeben hatte, das feilstehendeBesitztum behufs weiterer Unterhandlungen einmalgründlich in Augenschein zu nehmen. Und diesePerson war Herr Hermann Hagenström, Großhänd-ler und königlich portugiesischer Konsul.