Friedrich Carl (Fried) Göring(X. 23.) besuchte die Rektoratschule inKettwig, dann die Gymnasien in Güters-loh und Bonn; machte dort das Abiturium,arbeitete dann praktisch 1 Jahr in Düs-seldorf bei Firma Schieß (Eisenindustrie),reiste dann 1 / 2 Jahr studienhalber nachBirmingham und Edingburg, worauf erin München studierte und zurzeit dasIngenieur-Examen macht.
Hedwig (Hedde) Göring (X. 24.)besuchte die Schule in Kettwig, dann1 Jahr die Schule Stift Keppel, endlich diePension La Caroline in Lausanne. Talentfür Musik und viel Sinn für Humor. S. 331.
Luise Heneritte Caroline Göring(X. 25.), f am Scharlachfieber und Di-phtheritis.
Herbert Ludwig Wilhelm Göring(X. 26.), besuchte die Schule in Kettwig,war dann zur Vorbereitung für das Gym-nasium 2 Jahre bei Pastor Andräe in Re-magen, von dort auf das Pädagogium inGodesberg, 2 Jahre im Gymnasium zuBonn; da er keine Lust mehr zur Schulehatte und Kaufmann werden wollte, wurdeer Lehrling bei Prym u. Co. in Stolberg,dann 1 Jahr Volontär bei J. W. Scheidtin Kettwig; diente 1910/11 als Einjährigerbeim Dragoner-Regiment in Colmar, undbesucht zurzeit die Handelshochschulein Berlin.
Ruth (Ruthi) Göring (X. 27.), be-suchte die Schule in Kettwig und die Klo-stermannsche Schule in Bonn, dann Pen-sion La Printaniere in Clärens am GenferSee; Talent zum Zeichnen und Malen.
Martha Göring (X. 28.) besuchtedie Schule in Kettwig, die Kloster-mannsche Schule in Bonn, Pension Sava-rol in Genf; ausgesprochen musikalisch.
Helmut Göring (X. 29.) besuchtedie Volksschule in Kettwig, später dasGymnasium in Bonn, beabsichtigt Ge-schichte zu studieren.
Louis Göring (IX. 8.) besuchtedas Gymnasium in Emmerich, die Univer-sitäten in Bonn und Göttingen, machtedort auch seinen Doktor 1874: Über einegeometrische Verwandtschaft 8. Grades(Straßburg 1878); lieferte später noch ver-schiedene Arbeiten, z. B.: Über einProblem aus der Raumgeometrie der An-zahl; in der Festschrift zur Feier des 350-jährigen Bestehens des protest. Gymna-siums in Straßburg i. E. 1888. Auch ver-faßte er viele Schachaufgaben, Rätsel usw.,welche z. T. in Zeitschriften veröffentlichtwurden. 1. X. 1875 kam er nach Straß-burg i. E. Der Nachruf im Jahresberichtdes dortigen protest. Gymnasiums (1909S. 14.) schildert ihn vortrefflich.
Am 11. Dezember 1908 ist zu Bonna. Rh. unser lieber und hochverehrterfrüherer Amtsgenosse Prof. Dr. LudwigGoering, der wegen leidender Gesundheit(Neurasthenie) seit 1. Januar 1898 in denRuhestand getreten war, gestorben. Dawir ihm nicht am Sterbeorte das letzteGeleite geben konnten, versammelte derDirektor am 14. Dezember die Lehrer-schaft im Konferenzsaale zu einer Ge-dächtnisfeier und hielt dem Entschlafenenfolgenden Nachruf:
Ludwig Goering, geboren am 13. Ja-nuar 1852 zu Emmerich, hatte, nachdemer in seiner Heimat das Gymnasium be-sucht, zu Bonn und Göttingen vornehm-lich mathematische und naturwissenschaft-liche Studien betrieben und sie im Sommer1874 mit Auszeichnung zum Abschluß ge-bracht, war dann als Probekandidat andas Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zuBerlin gekommen und am 1. Oktober 1875als wissenschaftlicher Hilfslehrer an unserProtest. Gymnasium übergetreten, um dendamals zum Universitätsprofessor ernann-ten Herrn Roth zu ersetzen. Goering warder erste Lehrer der Mathematik, der anunserer Schule diese Wissenschaft wieder