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1 (1911) Vorarbeit zu einer Geschichte unserer Sippe : Als Ms. gedr. [Hauptw.].
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wird Heinrich dann ebenfalls Gelegenheithaben, den bunten Rock auszuziehen.Wäre es nicht zweckmäßig, das Geld, wel-ches ich bei Nippold stehen habe, mit denvon hier aus geschickten 520 Thlr. zuvereinigen? Wie hoch beläuft sich meindort stehendes Kapital? usw.

Nanteuil le Haudoin, 20. 3. 71.

Lieber Vater! Seit einigen Tagen ha-ben wir glücklich Fort dAubervilliers ver-lassen und sind über le Bourget, Gonesse,Roissy, le Mesnil, Amelot, Lamortin (?Dammartin), Nanteuil, marschiert, wo wiruns, wie es scheint, für einige Tage fest-setzen sollen. Die erste Garde-Infanterie-Division hat uns auf den Forts, die nochbesetzt sind, abgelöst. Über unserenRückmarsch verlautet, daß wir bis Reimsmarschieren sollen, dann mit der Eisen-bahn bis Frankfurt a. M. fahren sollenund von da ab wieder marschieren sollen.Gegen den 20. Mai soll, wie es hier heißt,das Garde-Korps in Berlin eintreffen. Obich meine frühere Stelle in Berlin wiedereinnehmen werde, kann ich jetzt nochnicht bestimmen, da jedenfalls nach demKriege wieder viele Versetzungen statt-finden. Meine jetzige Stelle behalte ichgewiß auch nicht, da es ja nur eine Feld-stelle ist. Wie man vermutet, soll unserRegiment nach Brandenburg und Charlot-tenburg verlegt werden, während das 11.Regiment nach Breslau in Garnison kom-men soll. Karls Regiment bleibt, wie ichhöre, auch nicht in Frankreich; ob es abernach Hannover zurückkehren wird, er-scheint ungewiß, da es wieder in denVerband des 7. Armee-Corps treten sollund dann vielleicht Wesel als Garnisons-ort erhalten wird. Daß Adolf de Nereedas Eiserne Kreuz I. Kl. erhalten hat,freut mich sehr. Diese Auszeichnung istbis jetzt wenigstens bei uns sehr selten.Bei unserem Regiment besitzt es nur derOberst. Adolf wird infolgedessen wohl

eine recht gute Karriere machen. Leerbin ich übrigens auch nicht ausgegangen,da ich mit der II. Klasse belieben bin. Neuefranzösische Zeitungen habe ich in denletzten Tagen nicht beschaffen können, dahier noch keine feilgeboten werden, usw.

Le Mesnil Amelot, 25. 3. 71.

Lieber Vater! Anbei übersende ichDir 50 Thl. in Darlehenskassenscheinen,welche Du mir gütigst aufbewahren wirst.Wie lange der Aufenthalt hier in Le Mesnilnoch dauern wird, kann ich nicht sagen,da noch Nichts über einen weiteren Vor-marsch nach Paris oder Heimkehr verlau-tet. Die Landeseinwohner sind hier allesehr wüthend auf die Pariser; sie sähenes am liebsten, wenn die dortige ganzeGesellschaft zusammengeschossen würde.Das Wetter ist seit mehreren Tagen hierganz herrlich, es ist vollständiges Früh-jahr und fast alles ist schön grün. usw.

Nanteuil le Haudoin, 2. 4. 71.

Lieber Vater! Gestern sind wir, nachNanteuil zurückmarschiert, wo wir wahr-scheinlich bis zum 5. bleiben werden, umdann unseren definitiven Rückmarsch an-zutreten. Von Paris haben wir seit 2 Ta-gen Nichts gehört, als daß der Janhageloben auf ist. Von unserer Seite scheintman jedoch keine Lust zu haben, sich mitdemselben einzulassen und ziehen wir unsin dem Maße, als die Zahlung der Kon-tribution erfolgt, zurück, unbekümmertum das, was die Pariser machen. Vor-gestern habe ich 75 Thaler von Dam-martin abgeschickt und hoffe ich, daß die-selben gut ankommen werden. Ebensohabe ich wieder eine Zeitung geschickt;sobald ich den pere Duchene, das schmut-zigste Blatt, was in Paris gedruckt wird,erwische, will ich Dir ein Exemplarschicken. Für Louis wird es gewiß auchinteressant sein usw.

E. K. II. am w. Bande; R. A. IV., D. K.,E. K. 66; K. D. 70/71., K. W. M. Den groß-