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1 (1911) Vorarbeit zu einer Geschichte unserer Sippe : Als Ms. gedr. [Hauptw.].
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die Erbpacht kassirte, der Schloßhaupt-mann von Massow dazu emploiirt und garEtats-Minister und Oberpräsident bei derPommerschen Kammer wurden, da kamdie Reihe an meinen Vater zum Druck.Das erste war, daß ihm allerhand, theilsirrelevante Commissions und Kammer-Notata gemachet, eine Summa von Defec-ten gezogen, ihm das in Erbpacht genom-mene Gut Gershagen abgenommen wurde,und die Meliorationes in den Lauf gingendabeneben von den Inportantenposten vonRügenwalde auf ein kleines Amt nach Cös-lin gesetzt worden, ob nun wohl meinVatter die Commissions und Kammer-notata sattsam und gründlich beantwor-tet, daß solche Injust, verschiedene Re-sponsa juridica einholete, auch endlich perSuplicationes es soweit brachte, daß dieSache dem Berlinschen Criminal-Collegiozu Berlin zum Gutachten und Spruch über-geben wurde, so konnte er doch, ob conne-xiones, so er vorerwehnt einen großenFeind wider sich hatte, nichts ausrichten,die Beantwortung und Responsa Juridicawurden nicht attendiret und das Gutachtenvom Criminal-Collegio wurde weil es denKamerarbitrio nicht beipflichtete sondernnach Recht und Gerechtigkeit gesprochenwurde, gar supprimiret und nicht publi-ciret, inzwischen da mein Vatter sich hef-tig defendirte und seinen Feind den Mini-ster und Oberpräsident von Massow alsAuctorem seines Unglücks was angriff, sohat er revociret und sich schuldig gebensollen, wie er dieses aber nicht thun wol-len, sondern einen rechtlichtes Audiatusgesuchet, so hat er das Amt Cöslin quit-tiret und ist darauf beim Herzog vonMecklinburg im Cammeraldienst getretenund von diesem mit dem Zollinspektor-dienst zu Warnemünde bei Roststock be-gnadiget \vorden. Allein weil er von hier-aus sein Recht weiter mit Supplikationesausführen wollte, wurde er reklamiret und

in Stargard in Civilen Arrest gesteckt, wor-über er anno 1727 zu Stargard verstorben.Bei diesen Troublen hatte er 10 lebendigeKinder und wie alles übereinander ging,nahmen der Mutter Großeltern und dieübrigen Verwandten die Mutter und dieKinder zu sich und mich ließ der Vatter-bruder lter Bürgermeister in Wittstockund berühmter Advocatus auch Justitiariusbei verschiedenen Klöstern Jurisdictionenund Aembtern, Johannes Göring, welcherkeine Kinder hatte und ein bemittelterMann war, 3 Jahre ab anno 1713 zu Frank-furt a. d. Oder (in der Matrikel 1. V. 1713)und \ x j 2 Jahr zu Roststock (in der Ma-trikel 1715 October) auf Universitäten stu-dieren und mich in omnibus zum Erbeneingesetzt, und daß Ihm in officiis et praxisuccediren sollte, worauf schon die Ant-wartungen hatte und mich etabliren sollte.Wegen meiner Größe aber hatte ich derZeit von Soldaten immer Anfechtung, undObwohl 2 Mann an meinen Platz gestehetund einen Abschied hatte, war dennochnicht sicher und wurden succesive An-sprüche gemacht. Dahero nach Berlin gingauf eine andere Weise in der Welt meinefortune zu suchen und bei dem Etats-Minister und General-Auditeur Herrn vonKalisch (od. Katsch) ins Haus kam, wo-durch Gelegenheit kriegte mich zum Audi-teur vorerst zu qualificiren. Und zur ge-wissen Emploi ein Fuß zu bekommen, zu-gleich Informator bey dem Kronprinz-lichen Corps der Cadets wurde und vondieser Station nach 2 Jahren von demCronprintzen nunmehro Königl. MajestätFriedrich Wilhelm bei Errichtung des Mo-selschen Regiments anno 1722 zum Regi-ments-Quartiermeister vorgeschlagen undrecommandiret wurde, bey welchen Regi-ment als Mosel Dohna und Hautcharmoy*)

*) Nach Angabe des Kriegsministeriums vom14. VI. 1901 Füslier-Rgt. Nr. 28. Ranglisten ausdamaliger Zeit sind dort noch vorhanden.

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