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Katechismus der Stilistik : eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze
Entstehung
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Zweites Kapitel. Besondere Regeln der Komposition. 185

596. Mit welchem Namen werden Anweisungen auch bezeichnet?

Man nennt eine Anweisung auchAssignation", ihren

AusstellerAssignanten" und ihren Empfänger, d. h. den-jenigen, welcher durch die Anweisung zur Auslieferung derbetreffenden Sache aufgefordert und relativ berechtigt wird,nennt man denAssignaten".

Das lateinische Wort assignars heißteinem Gegenstand einMerkmal, z. B. ein Siegel, aufdriicken, wodurch derselbe in einerbestimmten Beziehung erkennbar wird".

597. Welche Angaben müssen in einer Anweisung enthaltensein?

Dieselben ergeben sich, wenn man den angegebenenZweck mit dem vorhergehenden zusammenhält, von selbst.

10. Vollmachten.

598. Was ist eineVollmacht"?

EineVollmacht" ist eine schriftliche Erklärung, durchwelche der Aussteller derselben einem anderen dievolleMacht", d. h. die Befugnis erteilt, ein gewisses Geschäft fürihn und an seiner statt zu besorgen.

599. Welche fremden Bezeichnungen werden hierbei gebraucht?

Nanäars heißtbeauftragen", und dannch nennt man

einen AuftragMandat". Den Aussteller einer Vollmachtnennt manMandant", und den, welcher durch dieselbebevollmächtigt wird, also den Sachführer oder den Geschäfts-führer, nennt manMandatar".

600. Welche besondere Bemerkung ist hinsichtlich der Abfassungeiner Vollmacht zu machen?

Die allgemeinen Merkmale ergeben sich aus dem vorher-gehenden. Als besondere Regel ist festzuhalten, daß dieHandschrift des Mandanten, wenn sie den Betreffendenunbekannt ist, beglaubigt werden muß, was bei Gerichts-personen durch Hinzufügung ihres Amtssiegels, bei Privat-personen durch gerichtliche Beglaubigung geschieht.