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Dritter Teil. Komposition.
513. Was ist über diese fünf Teile hier noch zu bemerken?
Im allgemeinen war über diese fünf Teile bereits in
den betreffenden Fragen des zweiten Teiles die Rede, da dieallgemeinen Regeln, welche dort namentlich über Darstellungdes Themas, über Einleitung und Schluß gesagt sind, auchauf diejenigen Aufsätze, welche wir „Briefe" nennen, ihrebeziehliche Anwendung finden müssen. Im einzelnen istnachfolgendes festzuhalten.
514. Was ist über die Anrede oder die Ueberschrift einesBriefes zu bemerken?
Die Anrede oder die Ueberschrift des Briefes hat die-selbe Bedeutung, welche die persönliche Begrüßung hat. Wienun je nach unsrer verschiedenen Stellung zu dem Betreffendendie Art der Begrüßung eine verschiedene ist, so muß aus dem-selben Grundeauch die Anrede oder Ueberschrift in einem Briefeeine verschiedene, nach den beiderseitigen Lebensverhältnissenund nach dem größerenodergeringerenGradederVertraulich-keit u. s. f. abgemessene fein. Wie ferner jeder wünfcht, daßseine Begrüßung jemandes auch von ihm als solche wahr-genommen werde, so hat die „Anrede" zugleich die Benennung„Ueberschrift" bekommen, indem sie entweder wirklich „über"-geschrieben wird, oder doch im vertraulicheren Verhältnisseeben als anredender Vokativ (s. Spracht. Fr. 354 u. s. f.)parenthetisch nach den ersten Worten dazwischengeschoben wird.
lieber die fremden Personen gegenüber bisher noch in der An-rede gebräuchlichen Titulaturen, als „Wohlgcboren, Hochwohl-geboren" rc., ist vielfach gespottet worden, wie auch darüber, daßman in persönlicher Begrüßung den Kopf entblößt. Allein es ver-hält sich damit ebenso wie mit einzelnen Erscheinungen des Sprach-gebrauchs. Wie die Sprachlehre verlangt (Fr. 13—15), daß dereinzelne sich nach dem Sprachgebrauchs zu richten habe, wofern esihm nicht gelinge, für seinen Gebrauch die Zustimmung der Zeit-genossen zu erlangen, so gilt dieselbe Forderung hier.
515. Was ist über den Eingang oder die Einleitung einesBriefes zn bemerken?
Zu dem (Fr. 186—214) über die Einleitung im all-gemeinen Gesagten ist hier noch zn bemerken, daß dieselbe in