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Dritter Teil. Komposition.
seine Anwendung"? Auch vom Baumsaste, z. B. „der Weinstockblutet"! u. s. f.
447. Mit welchen unter den schon besprochenen Stilanfgabenist das Erklären am nächsten verwandt?
Mit den Gattungsbeschreibungen, denn in beiden kommtes auf die Darstellung der wesentlichen Merkmale an;aber freilich ist die Darstellung eine andere, je nachdem mandie wesentlichen Merkmale logisch begrenzt, oder dieselbenbloß beschreibt.
In der wirklichen Ausführung des Aussatzes tritt der Unter-schied deutlich hervor. So ist es ein wesentlich verschiedener Auf-satz, wenn man z. B. das Thema „Der Tod ist die Trennung derSeele von dem Körper"! oder „Der Ehrgeiz ist das unmäßige,leidenschaftliche Streben nach äußerer Ehre"! u. dergl. m. bloßerklärend darlegt oder beschreibend vorfiihrt, mag auch im wesent-lichen der Inhalt des Aufsatzes derselbe sein.
448. Worin besteht die Erklärung eines einzelnen Begriffes?
Die Erklärung eines einzelnen Begriffes heißt in ihrer ge-drängtesten Form Definition. Die Definition wird dadurcherreicht, daß der zu definierende Begriff an den Begriff dernächst höheren Ordnung herangeführt wird unddann diejenigenMerkmale hinzugefügt werden, durch welcheer sich unterscheidet von denjenigen Begriffen,die ihm nebengeordnet find (vergl. Fr. 93).
Z. B. Unter den Begriff „Tugend" gehören die Begriffe„Gewissenhaftigkeit, Treue, Wahrhaftigkeit" rc. Soll nun einerdieser zuletzt genannten Begriffe definiert werden, so wird derselbeunter den nächst höheren Begriff subsumiert, indem es z. B. heißt:„Die Gewissenhaftigkeit ist eine Tugend, welche" rc., und dannwerden alle diejenigen Merkmale hinzugefügt, wodurch die Gewissen-haftigkeit sich von den übrigen Tugenden unterscheidet.
s) Fichniidluilgeli.
449. Welche Art von schriftlichen Aussätzen nennen wir „Ab-handlungen"?
Schriftliche Aufsätze, deren direkte Aufgabe nicht imErzählen, oder Beschreiben, oder Erklären eines gegebenen