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Dritter Teil. Komposition.
Wir von Gegenständen, die wir bisher nur in einem Bildesahen, der wirklichen Anschauung gegenüber eine jedenfallsunklare, in der Regel schiefe Vorstellung hatten.
Ein Lehrer folgt in dem Unterrichte in der Naturgeschichte demmethodisch richtigen Wege, wenn er die aushelfenden Bilder so ge-braucht, daß er z. B. zuerst das Bild der Hauskatze zeigt, weil ihmhierbei die eigene Anschauung von seiten der Kinder hinlänglich aus-hilft, und dann erst zu dem Bilde des Tigers übergeht, indem ihmanschauliche Vergleichungen das Bewußtsein des Unterschieds derGröße u. s. f. erwecken helfen. Dennoch aber werden Lehrer undKinder, wenn sie die gegebene Gelegenheit benutzen, einen lebendigenTiger in einer Menagerie zu sehen, gewahr werden, wie wenig diemit Hilfe eines Bildes erlangte Vorstellung eine richtige war.
370. Welchen großen Nutzen gewähren dennoch „Bilder" stetssowohl für die Ansfassung, als auch für eine etwaige Beschreibung?
Den großen Nutzen, daß es uns mit Hilfe von Bildernmöglich wird, den Kreis unserer Anschauungen weit überunfern Lebenskreis hinaus zu erweitern.
Es wird daher stets als ein wesentlicher Fortschritt anzuerkennensein, daß unseres I. I. Weber Katechismen da, wo es angezeigt ist,erläuternde Abbildungen bringen und also ihren Namen „IllustrierteKatechismen" mit Recht fuhren.
371. Welche zweite Art von Beschreibungen unterschieden wir?
Wir wiesen (Fr. 360) darauf hin, daß die Beschreibungen
sich auch unterscheiden durch die verschiedene Form,welche sie um ihres verschiedenen Zweckes willen annehmen.
372. Welche einzelnen Arten von Beschreibungen ergeben sichdanach?
Zwei Arten, die wir unterscheiden als „Lehrbeschrei-bnngen", deren Form sich daraus erklärt, daß ihr Zweck er-reichtist, wenn sie ein zur Belehrung ausreichendes Bilddes betreffenden Gegenstandes geben, und als „Schön-beschreibungen", die durch ihre Form zugleich bemüht sind,für den betreffenden Gegenstand des Lesers lebhaftesInteresse zu erwecken.