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Dritter Teil. Komposition.
345. Weshalb ist einer Schule gegenüber das Jnnehalteneines bestimmten Stnsenganges um so wesentlicher?
Weil es stets zur geregelten Disziplinierung einer Schuleerforderlich ist, einen bestimmten objektiven Stufengang inne-zuhalten, und weil es, was die größere oder geringereBegabung einzelner Schüler re. betrifft, jedenfalls viel nach-teiliger ist, namentlich in der Ausarbeitung deutscher Aufsätze,einzelne Schüler zu schnell vorwärts zu treiben, als andereSchüler etwas länger, als ihnen notthut, auf dieser oder jenerStufe festznhalten. Dem etwaigen Ueberdrusfe begegnet einkundiger Lehrer leicht durch einen ausreichenden Wechsel inder Wahl der Themata.
346. Was ist dabei über die Wahl der Themata zu bemerken?
Was die Wahl der Themata zu Wiedererzählungen betrifft,
so darf nur, was durch seinen Inhalt, und relativ auch durchfeine Form, sich als Muster empfiehlt, gewählt werden.Schwieriger ist die Sache, was die Wahl der Themata zufreien Erzählungen betrifft.
347. Welches Gesetz gilt für die Wahl der Themata zu freienErzählungen?
„Verlange nicht durch die Wahl der Themata dasWiedererleben eines Erlebnisses, und auch nicht das bloßeHineindenken in ein Erlebnis, von welchem du nicht wünschenkannst, daß der Schüler es sich dauernd einpräge, und daßer es vor anderen oder öffentlich ausspreche!"
348. Wie vielerlei muß demnach bei der Wahl eines Themaszu einer freien Erzählung gefordert werden?
Zweierlei: daß die dauernde Einprägung oder die leb-hafte Vorstellung des betreffenden Ereignisses zu empfehlenist, und daß das öffentliche Aussprechen desselben dem innerenSeelenleben des Schülers nach keiner Seite hin zum Anstoßgereicht.