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Katechismus der Stilistik : eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze
Entstehung
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Zweiter Teil. Disposition.

decken, so ist die wesentlichste Aufgabe des ganzen Aufsatzes erfülltund damit dem Leser das wirksamste Motiv zum Weiterlesengenommen.

196. Welche subjektiven Gründe der Mißstimmung gegen einThema können vorliegcu, und wie sind dieselben durch die Ein-leitung zu beseitigen?

Die möglichen subjektiven Gründe der Mißstimmunggegen ein Thema erstrecken sich ebensoweit, als sich die Ver-schiedenheit der Subjekte erstreckt, welche Leser eines Auf-satzes sein können, weshalb eine spezielle Regelangabe hiernicht möglich ist.

197. Welche Regel ist indes stets wicderkehrend festzuhaltcn?

Daß man sich, wie überhaupt, so besonders für die Dis-position der Einleitung ein möglichst klares und bestimmtesBild von der subjektiven Beziehung des Lesers oder Publikumszu einem Aufsatze feststellt, um demgemäß wie die Form desganzen Aufsatzes, so namentlich die Haltung der Einleitungbestimmen zu können.

Wenn man z. B. über irgend eine das Rohmaterial unddessen industrielle Bearbeitung betreffende Frage entweder in einerlandwirtschaftlichen Zeitung, oder in einer Gewerbe-Zeitung, odervielleicht in derIllustrieren Zeitung" eine Darstellung erscheinenlassen wollte, so würde bei dem vorauszusetzenden subjektiv ver-schiedenen Publikum nicht nur die ganze Haltung des Aufsatzes,sondern namentlich die Einleitung eine wesentlich verschiedene seinmüssen.

198. Wie lautet nach Fr. 191 die zweite Regel?

Bekämpfe durch die Einleitung die etwaige Gleich-gültigkeit, welche in dem Leser die günstige Aufnahme deinesAufsatzes hindert!"

199. Wie verhält sich diese zweite Regel zu der ersten?

Wie ein Kampf gegen negativen zu einem Kampfe gegen

positiven Widerstand, welcher doppelte Kamps stets in manchenwesentlichen Punkten übereinstimmt.