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Erster Teil. Invention.
Also gründliches Verständnis und Behalten des Verstandenen,das ist das Ziel rechter Invention d. h. wahrer Bildung!
67. Warum nannten wir <Fr. 66> das „Notizbuch" auch„Merkbuch"?
Weil das Notizbuch ein Buch ist, oder allmählich zueinem Buche wird, auf welches von Anfang an große „Auf-merksamkeit" verwandt werden muß. Richtig angelegt undtreu fortgeführt, ist das Merkbuch für die allgemeine Be-fähigung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze von großerBedeutung. Es ist ein Schatz, der manchem in späterenJahren für eine große Summe nicht feil ist, indem er durchdenselben gerade dann, wenu's galt, davor bewahrt wurde,sich fremder Diskretion zu überlassen und auf fremde Hilfezu bauen.
68. Wie wird das Merkbuch richtig angelegt?
Es werden mehrere Bogen zusammengeheftet und pagi-niert; darauf wird ein nicht zu schmaler Rand durch eineLinie abgetrennt, auf welchen das Wort oder die Wörternotiert und unterstrichen werden, auf welches oder welchesich die danebenstehende Notiz bezieht. Neben diesen fort-laufenden Bogenheften wird sogleich ein alphabetischesRegister angelegt, in welches die an den Rand geschriebeneneinzelnen Wörter sofort eingetragen werden. Diese kleineMühe ist schon dann vollständig bezahlt, wenn wir es daserste Mal erleben, daß wir des Beistandes unseres Merk-buches bedürfen, und daß wir uns durch das Register vondem Zeit- und Lannetöter, dem Blättern und vergeblichenSuchen, befreit sahen. Wenn ein Lebensabschnitt, etwa mitdem Eintritte in einen neuen Lebenskreis, beendigt ist, sowerden die angewachsenen Bogenhefte zu einem Bandezusammengebunden, und wird selbiger numeriert, daher auchdas Register mit einer doppelten Rubrizierung, Band undPagina (Seitenzahl) von Anfang an eingerichtet.
Ich könnte eine Reihe von Männern namhaft machen, wobeiich mich selbst zu nennen gewiß nicht vergesse, welche ihrem Merk-buche die größte Dankbarkeit schuldig zu sein offen eingestehen. Da-