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Einleitung.
Kunstfertigkeit und setzt als solche zuerst die entsprechendenatürliche Begabung, mithin ein individuelles Befähigtseinvoraus.
31. Inwieweit kann die Forderung eines sprachschönen Aus-drucks dennoch als eine allgemeine angesehen werden?
Es muß sich jeder einen verständlichen, d. h. vonMißverständnissen freien, und einen gefälligen, d. h. vonHärten freien, Stil aneignen können.
32. Auf welche Weise gelangt man zu einem relativ schönenStil?
Auf demselben Wege, auf welchem man jede andereKunstfertigkeit in sich entwickelt, nämlich dadurch, daß manzuerst die notwendigen mechanischen Fertigkeiten sichanzueignen sucht, alsdann durch fleißiges Betrachten schönerMusterstücke den entsprechenden Schönheitssinn in sich zuWecken bemüht ist, darauf durch emsiges Nachbilden(s. Wiedererzählen Fr. 11 und 12) den in sich gewecktenSinn zu beleben und zu stärken und die relative Fertigkeitsich anzueignen strebt, und endlich dadurch, daß man infreien Proben sich versucht und dabei stete und scharfeKritik an seinen Leistungen üben läßt und selbst übt (siehedie folgenden Fragen).
33. Welche Mißgriffe liegen bei dieser vierstufigen Ausgabeam nächsten?
Zuvörderst der allgemeine Mißgriff, daß die genanntenvier Stufen nicht innegehalten werden, indem die natürliche,aber gefährliche Lust zum eignen Produzieren den Schülertreibt, aus die höhere Stufe emporzuklimmen, bevor er fest-stand auf der untern, wobei ein Hinabstürzen, vielleichtein Niehinaufkommen, in Aussicht steht.
34. Welcher Mißgriff bei der Kritik fremder Stiliibungenliegt nahe?
Derselbe, welcher bei jeder Kritik am nächsten liegt,nämlich daß man aus subjektiven, nicht aus objektiven