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Katechismus der Stilistik : eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze
Entstehung
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Einleitung.

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Fähigkeit einer schönen Handschrift eine sehr wünschenswerteund sehr empfehlende Begabung erkennen.

26. Wie standen in dieser Beziehung bisher Schule und Lebeneinander gegenüber?

Oft in einem höchst auffallenden Widerspruche, indem dieSchulen oft bei ihrem ungeregelten Streben, die Kinder zueiner schönen Handschrift zu bringen, die erste und notwendigeForderung einer lesbaren Handschrift übersahen, wo-gegen die kaum aus der Schule Entlassenen nicht seltensofort darauf ausgingen, dieSchulhand" abzustreifen, wobeisie meistens die Leserlichkeit ihrer Handschrift mit abstreiften,ohne an Schönheit der Handschrift zu gewinnen. Denn auchfür diese gilt eben als erste Forderung die Lesbarkeit.

27. Welche formelle Vorbereitung auf die schriftliche Ausdrucks-sähigkeit ist zweitens «s. Fr. 22, 23) erforderlich?

Zweitens die Fähigkeit eines sprachrichtigen, d. h. demSprachgebrauch oder der Sprachlehre entsprechenden Aus-drucks (vergl. Sprach!. Fr. 1320); denn richtig ver-standen zu werden, ist ein steter Wunsch des Schreibenden,und das richtige Verständnis hängt notwendig von derSprachrichtigkeit ab.

28. In welchem Verhältnisse steht daher der Katechismus derdeutschen Sprachlehre zu diesem Katechismus?

Er ist, wie solches sich uns schon gezeigt hat und immerwieder zeigt, als sein erster Teil anzusehen.

29. Wie verhält sich der sprachschöne Ausdruck zu dem sprach-richtigen Ausdruck?

Im allgemeinen ganz in derselben Weise, wie die schöneHandschrift sich verhält zu der lesbaren Handschrift (s. Fr. 25).

30. Was ist die notwendige Voraussetzung eines sprachschönenAusdrucks?

Die Fähigkeit eines sprachschönen Ausdrucks, oder einschöner Stil, ist gleich aller schönen Ausdrucksfähigkeit eine