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Katechismus der Stilistik : eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze
Entstehung
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Einleitung.

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9. Welcher Ausdruck ließe sich anstatt des e§engenanntengebrauchen?

Man kann (s. Fr. 6) das Thema eines Aufsatzes auchdurch den AusdruckSatz" bezeichnen. Denn wenn wirauch in dem Katechismus der deutschen Sprachlehre (sieheFr. 295 ff.), wo es sich zunächst um die Form der Sprachehandelt, Wort, Satz und Periode als enthaltend Begriff,Urteil und Schluß unterscheiden mußten, so zeigt es sich dochhier, wo es sich zunächst um den Inhalt handelt, daß einThema, wenn es nur durch ein Wort ausgedrückt ist, für diefernere Besprechung sprachlich zu einem Satze erweitertwerden muß, und daß es, wenn es umgekehrt durch einePeriode ausgedrückt ist, um als Besprechungseinheit erkanntzu werden, auf einen Satz zurückgeführt werden muß.

Z. B. die Worte:Die Macht des Gebetes" müssen, wie wirspäter sehen werden, sprachlich zu dem Satze:Das Gebet übtMacht aus!" erweitert werden, um als Thema eines Aufsatzesdienen zu können. Und die Periode:Willst du richtig erkennen,so erfasse das ganze Wesen!" muß sprachlich, um einem Aussatzeals Thema zum Grunde gelegt werden zu können, auf den Satz:Dein richtiges Erkennen erfaßt das ganze Wesen!" zurückgeführtwerden lvergl. Spracht. Fr. 547549).

L. (Arten der (Aussätze.

. Wie viele Gattungen von schriftlichen Aussätzen sind zuunterscheiden?

Es sind zunächst drei Gattungen von schriftlichen Auf-sätzen zu unterscheiden, nämlich:

s) Nach dem verschiedenen Verhältnisse des Verfasserszu der Quelle, aus welcher er Stoff und Form schöpfte.

d) Nach der allgemeinen von dem Verfasser innegehaltenenForm im Verhältnisse zu dem behandelten Gegenstände.

o) Nach dem besondern Zwecke der Darstellung und derdemselben entsprechenden besonderen Form.