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Katechismus der Stilistik : eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze
Entstehung
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Einleitung.

arbeitung eines schriftlichen Aufsatzes keine Hilfe bringt, aufwelche wir aber, als auf die Quelle mancher besonderenRegeln, häufiger zurückkommen müssen.

5. Warum gingen wir (Fr. 1> davon aus, daß jeder schrift-liche Aussatzzu einem bestimmten Zwecke abgesaßt" sei?

Weil jede ausführlichere Besprechung eines Gedankensdurch einen bestimmten Zweck hervorgerufen wird, und weilsie diesen ihren Zweck in ihrer Form, wie auch in ihremInhalte mit abprägt.

Wenn man z. B. einen Aufsatz schriebe über das Thema:Nutzen des Fleißes", so würde derselbe eine ganz andere Formund auch einen teilweise andern Inhalt erhalten, wenn er füreinen trägen, als wenn er für einen fleißigen Menschen bestimnitwäre: und wiederum anders, wenn es der Zweck wäre, den-selben vor einer versammelten größeren Zahl von Menschen vor-zutragen.

6. Was wollten wir (Fr. 1> mit dem Ausdruckeausführ-lichere Darstellung" sagen?

Das einfache Aussprechen eines Gedankens istein Satz"(Sprach!. Fr. 295 ff.); wenn wir aber von einemAuf-sätze" sprechen, so wird eine, nach dem verschiedenen Zweckeabgemessene, mehr oder weniger ausgeführte Besprechungdes Gedankens erwartet.

7. Wie nannten wir eben deshalb (Fr. 2) den in einem Auf-sätze behandelten Gedanken?

EinThema", d. h. ein als Gegenstand einer BesprechungGesetztes".

8. Was wollten wir endlich (Fr. 1) mit dem Ausdrucke:einesGedankens" sagen?

Es sollte damit gesagt sein, daß jedes, welches Gegenstanddes Denkens sein kann, sich als Thema eines schriftlichen Auf-satzes behandeln läßt, weil es, da Sprechen und Denken sichgegenseitig notwendig bedingen (s. Sprach!. Fr. 34),Gegenstand der mündlichen Besprechung muß sein können.