Einleitung.
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Dresden, Hamburg u. s. w. (1844 —1847) verschaffte Fröbelseinen Kindergärten dort Eingang; in verschiedenen anderen OrtenDeutschlands nahm man sie ebenso bereitwillig aus Da erschienim September 1851 das Verbot der Kindergärten in Preußen,eine Maßregel, die sich aus ein gänzliches Mißverstehen der Fröbel?schen Person sowohl, als seiner Bestrebungen gründete. Es war eingewaltiger Schmerz für den großen Mann, sich so verkannt undverfolgt zu sehen. Zu einem freundlichen Asyl seiner Wirksamkeiträumte ihm der Herzog von Mciningen das Schlößchen Marien-thal bei Liebenstein ein (1850). Dort bildete er junge Damen zuErzieherinnen nach seiner Idee ferner aus. Unter diesen befandsich Fräulein Luise Levin, welche ihm schon mehrere Jahre alseifrige Schülerin und treue Gehilfin zur Seite gestanden. BeiderHerzen zogen sich an und sie wurde ihm eine zweite liebendeGattin (1851). In dieser Zeit wurden Fröbel noch manche be-deutende Männer und Frauen als Freunde und Förderer seinesSystems zugeführt, unter denen D i esterw eg, Wichard Lange,Marquart, Benfey, Georgens, Pösche, Frau v. Maren-holtz u. A., in deren Thaten für ihn die frohe Zuversicht lag,daß sein Werk nicht untergehen würde, auch wenn er vom Schau-platz dieses Lebens abtreten sollte. Am 21. Juni 1852 trat dasEreigniß seines Todes ein, nachdem er nur wenige Tage an dasLager gebannt gewesen war. Fest und ruhig, ohne Schmerz undAengste schied er von der Erde, da er sich bewußt war, auf ihrnur Gutes gewollt und gewirkt zu haben.
Nach dem Hinscheiden Fröbels fiedelte seine Wittwe nach Keil-hau über, woselbst die Bildungsanstalt unter Middendorffstrefflicher Leitung bis zu dessen Tode (26. Nov. 1853) weiterbestand. Sodann wandte sich Frau Fröbel erst nach Dresden,später (1854) nach Hamburg, wo sie bis jetzt einen Kinder-garten, verbunden mit einer Bildungsanstalt für Kindergärt-nerinnen, leitete. Heinrich Langethal, der dritte Mitbegründerdes Fröbel-Jnstituts in Keilhau, ist gegenwärtig als ÜOjährigcr,wennschon erblindeter, doch geistig noch rüstiger Greis, nachdemer jahrelang in Hildburghausen ein geistliches Amt bekleidet, nachKcilhau zurückgekehrt.