Druckschrift 
1 (1933) Einleitung, Exempla und Auszüge aus den Predigten des Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
59
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

59

Precatur / Fr. IOANN. ANDREAE Coppenstein Mandalens. / Ordin.Praedicatorum. (datiert: Raptim Moguntiae, in Conuentu FF. OrdinisPraedicatorum, Kalendis Martijs Anno M. DC. XV.).p. 1: HOMILIAE CAESARII / quondam monachi Heisterbacensis, /

De SANCTIS. / PiROLOGVS. / Iacdb diligebat Joseph . . .p. 2: Index et designalio Homiliarum. / IN NATALI DOMINI

(1-33).p. 4: IN NATALI / DOMINI. / Initium s. Euangelij secundum /

Johannem. / In principio erat verbum . . .p. 261: Finiunt Homiliae Morales de / Solennitatibus totius anni.

(= nr. 20).

Dies ist die editio princeps.

Spätere Titelauflagen, die ich nicht einsehen konnte, wurden 1627und 1628 gedruckt; vgl. Schönbach I, 35.

Die Vorlage des Druckes ist verloren; sie war trotz vieler Einzel-fehler verwandt der Handschriftengruppe M 4 T 4 , die allein die Homi-liensammlungen Nr. 16 und 18 nebeneinander enthält, und stand im be-sondern T 4 nahe. Sie enthielt aber auch die heute nur in B 2 vor-handene Epistola catalogica, falls diese nicht aus einer anderen Vor-lage entnommen ist. Es war, wie der Herausgeber, der KoblenzerDominikaner Johann Andreas Coppenstein J ), in den Vorreden des1. und 2. Teiles berichtet, ein 'pervetustum solidae compacturae volumengrande', das ihm vor stark zwei Jahren (also 1612) ein Kaufmann 'inValle Molari' geschenkt hatte, dem es selbst von einem umherwandern-den Soldaten verkauft worden war. Das Exemplar des Druckes in derBonner Universitätsbibliothek geht nach einer Eintragung auf S. 1des 1. Teils auf Coppenstein selbst zurück ('Exemplar F. JoannisAndreae Coppensteinii ord. Praedic. postliminio revertatur ad ipsum');dort ist zu der Ortsangabe 'in Valle Molari' von alter Hand bemerktworden: 'prope Confluentiam Rhenomosellanam'. Es ist wohl das vonKoblenz nicht weit entfernte Mühltal im Norden von Boppard ge-meint, an dessen Südhang jetzt die Eisenbahn auf den Hunsrück hin-aufsteigt, oder das noch näher gelegene Tal des Mühlenbaches beiRhens; dem entspricht die Angabe in der Vorrede des 2. Teils: 'mihiad Rheni ripam in Valle molari subsistenti' (eine alte Hand, wohlCoppensteins selbst, bemerkt wieder dazu: 'Confluentiae eis Rhenum').Auf die Herkunft der anscheinend verschollenen Handschrift läßt sichdaraus natürlich kein Schluß ziehen.

Dagegen ist die Herkunft des 4. Teils, der Festtagshomilien, be-kannt. Wie Coppenstein auch hier in der Vorrede mitteilt, sind ihm

!) Ueber Coppenstein vgl. J. Ouetif und J. Echard, Scriptoresordinis Praedicatorum II, Paris 1721, S. 448450; A. Weiß, AllgemeineDeutsche Biographie IV (1876), 471.