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Vorwort.
Den Anstoß zur Uebernahme der vorliegenden Publikation hat eineAnregung von Rudolf Meissner 1915 gegeben, der besondersauf die Notwendigkeit literargeschichtlicher Parallelen zu den Exemplades Caesarius von Heisterbach hinwies. Vom Standpunkte der Text-kritik und der vergleichenden Literaturgeschichte aus habe ich in denfolgenden schwierigen Kriegs- und Friedensjahren das Unternehmendurch Kopieren und Kollationieren der zahlreichen Handschriften ge-fördert, die mir von den Bibliotheksvorständen des In- und Auslandsnach der Universitäts-Bibliothek zu Breslau bereitwilligst gesandtwurden. Photographien vermittelte wiederholt mit materieller Unter-stützung der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde JosephHansen. Das Sammeln des handschriftlichen Materials war imwesentlichen 1920 abgeschlossen, das Manuskript für Teil I und IIIerst viel später, da es galt, die weit verstreute Exemplaliteratur imHinblick auf ein Gesamtverzeichnis der Motive durchzuarbeiten, dasich heute gern bei Anfragen von Mitarbeitern auf diesem Gebiet zurVerfügung stelle. Durch vielfache Abhaltungen meines engeren Faches,dringende Publikationen wie zum Stoff der Alexander- und Gralsage,auch der Carmina Burana, dazu durch Redaktionstätigkeit für die Zeit-schrift für romanische Philologie u. a., ferner durch die Wirtschafts-nöte unserer Zeit gehemmt, habe ich erst 1931 an den Druck diesesersten Teils denken können, ermutigt durch Aloys Schulte undWilhelm Levison. Letzterer hat nicht nur das Ganze als Histo-riker liebevoll betreut, meine Kommentierung in vielen Anmerkungenerweitert und geklärt, den Nachtrag zu den Handschriften (S. 60) bei-gesteuert, sondern auch beständig den Druck überwacht und die Publi-kation eines Romanisten der Serie der Publikationen der Gesellschaftdurch zahlreiche Winke und Besserungsvorschläge angepaßt. So ge-bührt ihm mein besonderer Dank für sein Patenamt.
Teil II, der den Dialogus miraculorum bringt, liegt bis auf dieKommentierung fertig vor, Teil III, der die Libri miraculorum enthältund die verfehlte Edition von Aloys Meister endlich ersetzen soll, istbis auf geringe technische Einzelheiten druckreif; ihm soll auch einevon anderer Seite besorgte Ausgabe der zugehörigen Vita et MiraculaEngelberti beigefügt werden.
Göttingen, 1. Dezember 1932.
A. Hilka.