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14 (1847) Sueven bis Viterbo
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732 Dilliers Villen

land, wo er abwechselnd in Holzminden, Driburg und Göttingcn lebte, bis er >797 nachLübeck kam, um nach Rußland zu gehen. Durch die Freundschaft einer hochgebildeten Frauan Lübeck gefesselt, verlebte er hier mit den geistreichsten Männern des nordwestlichen Deutsch-lands jene glücklichen Jahre, wo sein Geist sich mit deutscher Art und Kunst befreundete.Seine Reisen nach Paris, seine Verbindungen mit den vorzüglichsten sranz. Gelehrten tru-gen ebenso viel bei, der deutschen Literatur in Frankreich Beachtung zu verschaffen, als seineSchriften. Unter diesen machte das größte Aufsehen sein vom sranz. Nationalinstitut ge-krönterRsssi sur I'esprit et I'iulluencs <Ie In retnrinutinn <Ie Imtber etc." (Par. 1894;

4. Aust., 1829; deutsch von Gramer, Hamb. 1895; 2. Aust., >817). Durch seineI.ettreü Ü4ud. In cnintesse k'snnv <le Lennbornaiz sur 4äul>scll", worin er über die bei der Er-stürmung Lübecks im I. 1896 verübten Greuel berichtete, hatte er sich den Haß des sranz.Heers zngezogen, daher wurde er, als man die Hansestädte 1811 mit Frankreich vereinigte,verhaftet und aus dem Generalgouvernement verwiesen. Damals erhielt er den Ruf alsProfessor der Philologie nach Göttingen, dem er auch folgte. Als aber Hannover unter diealte Negievung zurückkehrte, wurde er abgesetzt und ihm angcdeutet, nach Frankreich zurück-zukehren. Seine Freunde bewirkten zwar eine Abänderung dieser Maßregeln, allein derSchmerz über die gegen ihn gespielten Ränke, die vielfachen Leiden, die in der letzten Zeitsein Her; berührt, hatten seine Gesundheit untergraben. Er starb zu Leipzig am 26. Febr.1815. Von seinen Schriften erwähnen wir noch<7o»p d'veil sur Iss universites" (Kaff.

1898), eine viel vorzüglichere Schrift als die spätere Cousin'sche, und denRapport surI'stut 6s In litteratur« ancienne et de I'iiistoire en Meinsgne", sowie von seinen Über-setzungen aus dem Deutschen ins Französische dieRliilnsopliis 6« Rant, on principes kou-dauientaux de la pbilosoplns trsnscendentule" (2 Bde., Metz 1892).

Villiers (George), s. Buckingham (Herzog von).

Vtlloison (Jean Battiste Gaspard d'Ansse de), einer der gründlichsten Kenner dergriech. Sprache und Literatur, geb- am 5. Mär; 1753 zu Corbeil sur Seine, erhielt seine ^Bildung im College Beauvais, wurde schon in seinem23.Jahre zum Mitglied der Akademieder Inschriften ernannt und >778 von der Negierung nach Venedig geschickt, um daselbst ^die Handschriften der Marcusbibliothek zu untersuchen. Hier trat er mit dem gelehrten Mo-relli (s. d.) in nähere Bekanntschaft und machte aus den Schätzen derBibliothek die ,,^nsc-llota graoca" (2 Bde., Ven. 1781, 4.), sowie einen Abdruck des werthvollcn Codex derHomerischenIlias" mit Scholien (Ven. 1788, Fol.) bekannt. Nach seiner Rückkehr ausItalien besuchte er Deutschland; er benutzte besonders die Bibliothek zu Weimar, daher seineLpistolse viimrienses" entstanden, und ging im 1.4785 mit Choiseul-Gouffier(s.d.) nach Konstantinvpel, von wo aus er drei Jahre lang die Inseln des Archipelagus unddas feste Land von Griechenland bereiste. Beim Ausbruch der franz. Revolution zog er sichnach Orleans zurück und verweilte daselbst, bis die Stürme sich gelegt hatten. Nach Pariszurückgekehrt, wurde er Mitglied des Nationalinstituts und Professor, starb aber schon am26. Apr. 4895. Außer mehren Abhandlungen in denlkemnirss de I'ucsdemis des in-scriptions" und andern Zeitschriften verdanken wir ihm noch die erste Ausgabe von des jApolloniusI-exicon graec. Ilisdis et Odysseus" (2 Bde., Par. 1773, 4.) und eine gute ^Bearbeitung derRsstorsliu" des Longus (2 Bde., Par. 4778). Sein handschriftlicherNachlaß, bestehend aus Anmerkungen zu Pindar und verschiedenen Collectaneen, wird aufder königlichen Bibliothek zu Paris aufbewahrt. ^

Villon (Franc.), der gewöhnlich für den ersten namhaften franz. Dichter gilt, wurde4431 zu Paris geboren; sein eigentlicher Familienname war Corbueil, doch ist erbe-kannter geworden unter dem Spitznamen Willen oder Villon, d. i. kripon, den das Volkihm gab. Er war in jedem Sinne ein Sohn des pariser Volks; von armen Altern geboren,erhielt er von ihnen höchstens soviel Unterstützung, um die unentgeltlichen Vorlesungen ander Universität besuchen zu können; allein statt der hohen Schule, wo er sich der Theologie 'widmen sollte, besuchte er die Schenken und die Freudenhäuser. Seine Armuth und seinHang zum liederlichen Leben machten ihn zum Jndustrieritter und zwar in solchem Grade,daß ihn um 4457 das Chätelet zum Strange verurtheilte. Wahrscheinlich auf Verwendungdes Herzogs Karl des Kühnen von Burgund, dem er sich durch seine poetischen Talente