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arbeitete. Nach fünf Zähren kehrte er nach Paris zurück, wo er von 1750 an einer Maler-schule Vorstand, in der er viele ausgezeichnete Schüler, darunter auch David (s. d.), bildete.Im I. 1775 ging er wieder nach Rom, als Director der dortigen franz. Akademie, die ihmgroße Verbesserungen zu verdanken hatte. Als erster Maler des Königs und franz. Reichs-graf kehrte er kurz vor dem Ausbruch der Revolution nach Paris zurück. Er wurde Mit-glied des Instituts und des Erhaltungssenats, und starb am 3. März 1809. V. weckte dieLiebe zum Schönen und führte den Geschmack zu dem Großen und Einfachen der Antikezurück. — Seine Enkelin, Rose Celeste V., die Tochter des Generals Bache, als Dichteringeschätzt und durch eine Ausgabe desAnakreon mit einer franz.ÜbersehunginProsa(l825),der „Küsse" des Johannes Secundus mit einer metrischen franz. Übersetzung (>832) undandere Schriften bekannt, starb zu Bordeaux am 27. März 1832.
Biennet (Jean Pons Euillaume), franz. Dichter und Pair, Sohn eines ehemaligenMitgliedes des Nationalconvents, wurde am 18. Nov. 1777 zu Beziers in Languedoc ge-boren. Er trat 1796 als Lieutenant bei der Seeartillerie ein, gerieth aber 1797 in die Ge-fangenschaft der Engländer. Nach acht Monaten ausgewechselt, diente er in seinem CorpSfort. Später ging er zur Landarmer über und focht in dem Feldzuge von 1813 mit Aus-zeichnung. In der Schlacht bei Leipzig fiel er abermals in die Hände des Feindes, sodaß ererst nach der Restauration nach Frankreich zurückkehren konnte. Er wurde Adjutant desGenerals Montelegier, widmete sich aber nun zugleich literarischen Arbeiten und bewies be-sonders ein großes Talent in der poetisch, satirischen Epistel. Als Napoleon während derHundert Tage statt eines freisinnigen Staatsgrundgesetzes nur die ^cte acläitionnel erließ,richtete er an denselben eine solche Epistel über die Lage Frankreichs und Europas. Der aber-malige Sturz des Kaisers rettete ihn vor derDeportation nach Cayenne. Nach der zweiten Re-stauration tratB. in den Generalstab; doch hatte er seiner satirischen Ergüsse wegen mancher-lei Verfolgungen zu erdulden und wurde endlich 1827 durch den Minister Clermont-Tonnereausgestoßen, weil er die beißende „Hpttre sux ekiüonniers" veröffentlicht hatte. Diese Be-handlung steigerte indessen sein Talent und seine Popularität, und noch 1827 wurde er alsDeputirter von Hörault in die Kammer gewählt. Er hielt sich zur linken Seite und trug zurVorbereitung und Durchführung der Julirevolution viel bei. Als Feind der Romantiker,die er schon 1824 in der „l^pitrs ackressee auxUliises sur les romantic;ues" geißelte, erhielter 1831 einen Sitz in der Akademie. Am Hofe Ludwig Philipp's wohl ausgenommen,wendete er sich nun in der Kammer immermehr der ministeriellen Seite zu. Er verlor be-sonders > 833 seine Popularität, indem er den Herausgeber der „IHinine" vor der Kammerder Verleumdung beschuldigte und dadurch auf zwei Jahre ins Gefängniß brachte. Seingrößtes Werk ist das heroisch-komische Gedicht „1.» kkilippicke" (Par. 1828) in 26 Ge-sängen. Andere größere Gedichte von ihm sind „l e siögs <>s Vsmas", „Leclioa ou la trait«negrer" und „kerga". Seine „Hpitres", die (2 Bde., Par. 1834) gesammelt er-schienen, besitzen indessen den meisten Werth und werden, trotz der Verkleinerungen seinervielen Feinde, auf die Nachwelt kommen. Früher entwickelte V. auch eine tüchtige journa-listische Thätigkeit, besonders im „donstitulioonel". Seine Romane wollen weniger be-deuten. Außerdem verfaßte er, aus officiellen Dokumenten und Mittheilungen von Hoche,Jourdan, Saint-Cyr und Soult, eine „llistoire lies eampagnes <1e 1a rövolution clsns Isk§or«i" (2 Bde., Par. 1831). Im I. 1839 wurde er zum Pair erhoben.
Viereck nennt man jede von vier geraden Linien (Seiten) eingeschloffene ebene Figur.Sind je zwei und zwei Seiten desselben einander parallel, so wird es Parallelogramm(s. d.), und wenn sie überdies aufeinander senkrecht stehen, Rechteck genannt. Quadrat(s. d.) nennt man ein Rechteck, dessen Seiten insgesammt gleich sind; hingegen RhombuS(s. d.) ein schiestvinkliges Parallelogramm mit gleichen, und Rhomboid ein schiefwinkligesParallelogramm mit ungleichen Seiten. Eine vierseitige Figur, in welcher nur zwei Seiteneinander parallel sind, die andern zwei aber nicht, heißtTrapez(s.k.), und ein Viereck, in wel-chem gar keineparallelen Seiten Vorkommen, wirdTrapezoid genannt. Ein Viereck, um oder inwelches sich ein Kreis beschreiben läßt, heißt centrisch nach den Ecken oder nach den Seiten;im erster» Falle müssen je zwei gegenüberliegende Winkel, im letzter« zwei gegenüberliegendeSeiten dem andern Paare gleich sein. Ein System von vier geraden Linien, von denen