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und heirathete Anna von Bretagne, die Witwe Karl s VIII. Er starb l 515 ohne männlicheNachkommen, nachdem er zuvor eine dritte Ehe mit Marie von England, derspätern Herzoginvon Somerset (s.d.), eingegangen. Aus zweiter Ehe hintcrließ er Claudia, die GemahlinFranz's I., welche 1524 starb, und Renata, vermahlt an den Herzog von Ferrara, gest. 1575.— Der franz. Thron gelangte mit dem Erlöschen der männlichen Nachkommenschaft desZweiges V.-Orlean§ an dessen Seitenzweig Angouleme, der in der Person Franz's I.(s. d.) bestand. Franz I. war in erster Ehe mit Claudia von Frankreich, Ludwig's XII. Toch-ter, verhcirathet und vermählte sich nach deren Tode mit Eleonore, der Schwester KaiserKarl's V. und Witwe Emanuel's von Portugal. Er starb > 547 und hinterliesi seinenNachfolgern Grundsätze, welche zu den Religionskriegen und zur Entartung und dem Unter-gänge der Valois führten. Nur aus seiner ersten Ehe entsprangen der Prinz Franz, welcher1536 im Alter von >9 Jahren angeblich an Gift starb; der Nachfolger Heinrich II.; derHerzog Karl von Orleans, der unvcrmählt >545 starb, und eine Tochter, Margarethe,vermählt mit dem Herzoge Philibert von Savoyen, gest. >574. — Heinrich II. (s. d.),unfähig, dem Übergewichte des Hauses Habsburg entgegenzutretcn und die religiösen Zeit-wirren zu ordnen, erhielt durch seinen Vater die berüchtigte Katharina von Medici(s.d.) zur Gemahlin. Als er >559 durch eine Verletzung, die er auf einem Festturniererlitt, starb, waren auS dieser Ehe vorhanden: Franz II. (s.d.), vermählt mit MariaStuart (s. d.) von Schottland, gest. 1560 ohne Nachkommen; Karl IX. (s. d.), der >1574 starb und aus der Ehe mit Elisabeth von Ostreich eine Tochter hinterließ, die >578starb; Heinrich III. (s.d.), der erst König von Polen, dann nach des Bruders.TodeKönig von Frankreich war, sich mit Louise von Lothringen-Mercoeur vermählte und, mitHeinrich von Navarra gegen die Ligue (s. d.) kämpfend, >589 von Mördcrhand fiel, ohneNachkommen zu hinterlassen; Elisabeth, vermählt mit Philipp II. (s. d.) von Spanien,gest. 1568; Claudia, vermählt mit dem Herzoge von Lothringen, gest. 1575; Marga-rethe von Valois (s. d.), die geschiedene Gemahlin Heinrich's IV., welche erst 16I5alsder letzte eheliche Sprößling ihres Hauses starb; endlich der Herzog Franz Hercules vonAlencon, der nicht zum Throne gelangte, weil er schon 1584, vor seinem Bruder Hein-rich III., starb. Außerdem hinterließ Heinrich II. mehre natürliche Kinder: Heinrich, Groß-prior und Admiral, getödtet >586; Diana, die einen Montmorency heirathete und dieVersöhnung zwischen Heinrich III. und dem Könige von Navarra stiftete; Heinrich von V.-Saint-Remy, von dem die durch die Halsbandgeschichte berüchtigte Gräfin Lamothe(s. d.) stammte. Eine tiefe sittliche Verwahrlosung, die sich im Staatsleben als blutiger,brutaler, kurzsichtiger Absolutismus geltend machte, riß die zahlreiche NachkommenschaftHeinrich's II. in ein frühes Grab und brachte Frankreich selbst der Auflösung nahe. Dieital. Mutter, Katharina von Medici, trug sehr viel zum physischen, moralischen und poli-tischen Untergange ihrer Kinder bei. Nach Heinrich's III. Tode fiel die franz. Krone dem ausden Capctingern entsprungenen Hause Bourbo n (s. d.) zu, dessen Haupt Heinrich IV.(s.d.), der vormalige König von Navarra, war. Nur Karl IX. hinterließ aus dem Um-gänge mit Marie Touchet einen Bastard, den Grafen Karl von Auvergne, Herzog vonAngouleme, der sich durch seine Ränke unter Heinrich IV. bekannt machte und 1650 starb.Schon mit seiner Enkelin Marie, der Erbtochter von Angouleme, die sich mit Ludwig vonEuise-Lothringen vermählte, erloschen 1660 die ehelichen Nachkommen dieses Zweiges.Zwölf Jahre später starben auch die legitimen Sprößlinge des Hauses Dunois und Longue-ville und hiermit überhaupt die männlichen Abkömmlinge der Valois aus.
Valombrosa, eine Abtei auf den Apenninen im Sprengel von Fiesole im Florcn-tinischen, wo Joh. Gualbert um 1038 einen Mönchsorden nach der Regel Benedict'sstiftete, dessen Glieder Valombrosaner und nach ihrer Kleidung graue Mönche ge-nannt wurden. Das Stammkloster, nach seiner Lage im dichten Tannenwalde am Hoch-gcbirge Valombrosa genannt, wurde durch Schenkungen sehr reich, daher sich die Größeund Pracht seiner 1637 neu aufgeführten Gebäude erklären läßt. Gleichwol hat dieser stetsnur der Andacht gewidmete Orden, der erste, der Laienbrüder annahm, sich wenig verbreitet.Bei seiner Vereinigung mit den Silvestrinern im I. 1662 nahm er schwarze Kleidung an.V. erhielt sich in der Revolution unversehrt und war während der franz. Herrschaft ein