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14 (1847) Sueven bis Viterbo
Entstehung
Seite
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Talk Talleyrand 83

gel als Ring am Finger getragen werden, der Talisman aber an einer Schnur, Kette, amHalse, auf der Brust u. s. w. Die sogenannten pustilles 6u serail (teusuch), eine Zusam-mensetzung verschiedener Specercien mit Zeichen versehen, in Form von Herzen und Sternen,gehören gleichfalls zu den Talismanen und werden namentlich ihres Wohlgeruchs wegenvon den Damen sehr gesucht.

Talk ist ein Mineral von grünlichweißer Farbe und fettartigem Perlmutterglanz.Er besteht aus Kieselsäure und Talkerde, in dünnen, sechsseitigen Tafeln, und ist sehr mild,biegsam, fettig und weich. Man findet ihn häufig auf Thonlagern, sowie derb eingesprengtin verschiedenen Alpengegenden in der Schweiz, in Tirol undSalzburg, ferner in Steiermark,Schlesien, Sachsen u. s. w. Der Talk wird häufig auch zur Basis der Schminken benutzt.

Talkerde, s. Magnesia.

Tallart (Camille, Graf von), Herzog von Hostun, Marschall von Frankreich, einausgezeichneter General Ludwig's XIV., wurde >652 aus einer alten Familie in der Dau-phine geboren. Er trat noch sehr jung in den Militairdienst und kämpfte zuerst unter demgroßen Condc in den Niederlanden, dann in den Feldzügen von >674 und >675 unter Tu-renne im Elsaß. Im I. >678 erhielt er den Grad eines Marc'chal-de-Camp, in welcherEigenschaft er sich unausgesetzt in den Feldzüge» am Rhein auszeichnete. Im Winter 16V0wagte er einen Übergang über den gefrorenen Rhein und plünderte den Rheingau. Lud-wig XlV. ernannte ihn >693 zum Eenerallieutenant. Nach dem Frieden zu Ryswijk schickteihn der König im März >698 als außerordentlichen Gesandten nach London, wo er Wil-helm lll. zur Einwilligung in den Theilungsvertrag der span. Monarchie bewegen mußte.Beim Ausbruch des span. Erbfolgekriegs im I. >762 erhielt er den Befehl über ein Armee-corps am Rhein. Er vertrieb die Holländer aus dem Lager bei Mühlheim, eroberte noch imOct.Trier und Trarbach und empfing dafür am >4.Jan. >763 den Marschallsstab. Hieraufübernahm er den Befehl über das Corps unter dem Herzoge von Bourgogne, eroberte Alt-breisach und gingan die Belagerung von Landau. Als die Kaiserlichen unter dcmErbprinzenvon Hessen heranrückken, wendete er sich dem Feinde entgegen und lieferte demselben amSpeierbache, am >5. Nov. >763, ein glückliches Gefecht, nach welchem sich am folgendenTage auch Landau ergeben mußte und das ganze Elsaß in den Händen der Franzosen war.T. erstattete an Ludwig XlV. den prahlerischen Bericht, daß der Feind mehr Fahnen, als derKönig Soldaten verloren habe. Er erhielt nun das Armeecorps Villars', das mit demMarsin's in Gemeinschaft mit dem Kurfürsten von Baiern operirte. Bei AnnäherungMarlborough's und des Prinzen Eugen lagerten sich die vereinigten Baiern und Franzosenbei Hochstädt. Hier kam es am > 3. Aug. l 764 zu der entscheidenden Schlacht, in welcherdie Baiern und Franzosen in Folge der schlechten Anstalten T.'s vollständig geschlagen wur-den. Unter den >5666 Gefangenen, die in der Sieger Hände fielen, befand sich auch T.,den man nach London brachte, wo er jedoch frei herumgehen durfte. Er soll in dieser Lagedem franz. Hofe sehr viel genützt haben, indem er dieJntriguen beförderte, welche Marlbo-rough' s (s. d.) Sturz herbeiführten. Nach siebenjähriger Gefangenschaft kehrte er endlich>712 nach Frankreich zurück. Ludwig XI V., bei dem er an Villeroi einen eifrigen Fürsprecherhatte, empfing ihn sehr günstig, erhob ihn zum Pair und Herzog von Hostun und ernannteihn auch in seinem Testamente zum Mitglied« des Regentschaftsrathes. Der Herzog vonOrleans schloß ihn jedoch als einen Anhänger des alten Hofes von der Regierung aus. ImI. >723 wählte ihn die Akademie zum Mitgliede, wiewol er auch nicht das geringste litera-rische Verdienst aufweisen konnte. Nach der Krönung Ludwig's XV. erhielt er noch denTitel eines Staatsministers. Er starb am 26. März >728. Seinen ältesten Sohn hatte erbei Hochstädt verloren; sein jüngerer erbte die Titel und Würden. Nach Saint-Simon'sUrtheile war T. ein kräftiger, aber ehrgeiziger und intriguanter Charakter, der kein Zu-trauen einflößte.

Talleyrand, ein altes franz. Geschlecht, das früher die souveraine Grafschaft Pärigordbesaß und im >2.Jahrh. den Namen Talleyrand annahm. Der alte Stamm ging in langenStreitigkeiten mit derKrone zu Grunde. ArchambauddcT. verlor >399 durch einen Spruchdes Parlaments die Güter und Titel eines Grafen von Pe'rigord und starb >425 ohne Näch-st-»