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Sully
sttzgcbung des S. Dieser bekleidete im I. 80 das Consulat; für das 1.10 „ahm eresnicht an, ja er legte in diesem Jahre selbst die Dictatur nieder. Sein Ziel, das nicht in dau-ernder Herrschaft bestand, war erreicht; er hatte sich an seinen Feinden gerächt, den Staatnach seiner Absicht oligarchisch geordnet, gegen Angriffe war er durch seine Partei, die ihmdie Herrschaft verdankte und auf ihn sich stützte, und durch die Macht gesichert, über die erauch als Privatmann fortwährend gebieten konnte, und die er durch 10000 Sklaven, welchevon ihm freigelassen sich Cornelier nannten, verstärkt hatte. So erscheint es als Hohn gegendie von ihm zertretenen Feinde, wenn er nach der Abdankung sich zur Rechenschaftablegungerbot, und auf dem Forum die Ankläger, deren keiner erschien, erwartete. Er begab sich hier-auf auf sein Landgut bei Puteoli, um hier ungestört den Lüsten und Genüssen, denen er im-mer gestöhnt hatte, nnt denen sich auch literarische Beschäftigungen vertrugen, zu leben.Aber von einer fürchterlichen Krankheit, der Läuscsucht, befallen, starb er durch einen Blut-stur; schon im I. 78. Sein Leichnam wurde nach Rom geschafft, und erhielt dort die Ehrefeierlicher Verbrennung und Bestattung auf dem Marsstld. S. wird als schön von Gestalt,von Heller Farbe, blauen Augen und blondem Haar geschildert; sein Körper war stark undalle Anstrengungen des Kriegslebens sowol als die zügellosesten Ausschweifungen der Wol-lust, denen er von früh an sich hingab, lange auszuhalten fähig; zur Durchführung seinerPlane scheute er sich vor keinem Mittel; er wendete die fürchterlichsten mit Gleichgültigkeitan, die auch, wenn er sich heftigem Zorn überlassen hatte, bald wieder eintrat. Mit griech.Bildung war er wohlvcrtraut; die Denkwürdigkeiten seines Lebens, deren letztes Buch seinFreigelassener Epicadus vollendete und die Plutarch in seiner „Biographie des S." benutzthat, schrieb er lateinisch, auf seinen Ruhm mehr als auf historische Treue bedacht, und wid-mete sie, zugleich zur Durchfeilung, dem Lucullus (s. d.), dem liebsten unter seinen Partei-genossen, dem er auch die Vormundschaft über seinen Sohn übertrug, während er denPomp ejus (s.d.) in seinem Testamente überging. — Von zwei Söhnen, die ihm seine dritteGemahlin, Cäcilia, geboren, überlebte ihn einer, Faustus CorneliusS., geb. um 88,der Stiefbruder des Scanrus (s. d.). Von Pompejus geschützt, entging er der Foderung,die durch seinen Vater dem Staate geraubten Gelder zurückzuzahlen. Er begleitete jenenin den Mithridatischen Krieg und zeichnete sich bei der Eroberung von Jerusalem im I. 6Zdurch Tapferkeit aus. Im I. 54 bekleidest er die Lpuastur; doch Lurch Verschwendung kamer in Schulden. Auch in dem Bürgerkrieg folgte er dem Pompejus, der ihm seine Tochtergegeben; nach der Schlacht bei Pharsalus entfloh er nach Afrika. Nach der Schlacht beiThapsus wurde er auf der Flucht von Sitius mit Afranius (s. d.) gefangen, an Cäsarausgeliefert und von dessen Soldaten in einem Auflauf getödtek. Seine ZwillingsschwesterF a usta war, nachdem sich Cajus Mcmmius von ihr getrennt hatte, an Milo (s. d.) verhei-rathet, der sie im Ehebruch mit S allusti us (s. d.) betraf. — Publius Cornelius S.,ein Brudprssohn des Diktators und durch diesen bereichert, wurde im I. 66 mit PubliusAutronius Pätus für das Consulat vorgeschlagen, aber wie dieser, bevor er es antrat, wegenAmbitus verurtheilt. Im I. 62 wurde er von Lucius Manlius Torquatus der Theilnahmean der ersten und zweiten Verschwörung des Catilina (s. d.) beschuldigt, von Hortensiusund Cicero vertheidigt und steigesprochen. Im Bürgerkrieg folgte er dem Cäsar als Legat,und befehligte als solcher bei Pharsalus den rechten Flügel. Er starb im I. 45 n. Chr.
Sully (Maximilian de Be'thune, Baron von Nosny, Herzog von), der be-rühmte Minister und Freund König Heinrich's IV. von Frankreich, wurde am >3.Dcc.1560 zu Rosny aus einem alten, vornehmen, aber wenig begüterten Geschlecht geboren undim protestantischen Glauben erzogen. Im Alter von elf Jahren kam er an den Hof der Kö-nigin von Navarra, die ihn >572 mit ihrem Sohne, dem später» Heinrich IV., nach Parisschickte, wo er seine Studien vollenden sollte. Dem Blutbade der Bartholomäusnacht ent-ging der kluge und muthige Knabe, indem er sich im Schülermantel und ein Gebetbuch inder Hand in das College de Bourgogne flüchtete, wo ihn der Vorsteher drei Tage verborgenhielt. Als Heinrich von Navarra 1576 vom stanz. Hofe in das Heerlager der Protestantenentwich, begleitete er denselben und wurde dessen Waffengcfährte. Seit früher Jugend be-schäftigte sich Nosny, der als zweiter Sohn wenig besaß, mit Erlangung von Vermögenund wendete dazu alle die Mittel an, welche kein Großer der damaligen Zeit scheute. Er hei-