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14 (1847) Sueven bis Viterbo
Entstehung
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6 Suhm (Ulr. Friede, von) Sulioten

und Herausgabe derselben, sowie zur Unterstützung armer Gelehrten und Studirender. Zuseinen wichtigsten Werken gehören dieKritische Geschichte von Dänemark zu den Zeiten der-Heiden";Geschichte der nvrd. Völkerwanderung";Über den Ursprung der Völker im ,Allgemeinen" undÜber den Ursprung der nord. Völker". Sein bedeutendstes Werk ist dieGeschichte von Dänemark" (I I Bde., Kopenh. 1782 1812, 4.), die zum Theil erst nachseinem Tode erschien und nur bis zum I. 1319 reicht.

Suhm (Ulr. Fricdr. von), der vertraute Freund Fricdrich's des Großen, wurde inDresden am 29.Apr. 1691 geboren und studirte in Genf. Er widmete sich der Diplomatie,verbrachte zunächst einige Jahre in Paris, wo sein Vater kursächs. Gesandter war, und kam1720 als kursächs. Gesandter an den berliner Hof, wo er bis 1730 blieb. Hier erwarb ersich die Freundschaft des Kronprinzen, nachmaligen Königs Friedrich II., in hohem Grade.Auch unterhielt er mit demselben nach der Abreise einen philosophischen Briefwechsel, der «-nach des Königs Tode unter dem TitelOorrespondsnee Ismiliere et sinicale sie k>e-deric II. sveo n b'red. de 8." (2 Bde.) erschien. Die Briefe von S-, obgleich minderanziehend als die des Königs, verrathen einen Mann von Kenntnissen und scharfem Ver-stände. Er ging 1737 an den russ. Hof und stand im Begriff, in die Dienste Fricdrich'szu treten, als er auf der Reise zu ihm öm Nov. 1740 starb.

Suidas, ein griech. Grammatiker und Lexikograph im II., nach Andern noch imIO. Jahrh., verfaßte unter dem allgemeinen TitelI.exicnn" ein Realwörterbuch, welcheszwar zum Theil nicht gut geordnet und mehrfach interpolirt, aber wegen seiner Reichhaltig-keit an historischen Notizen über alte Schriftsteller und Denkmäler und an Bruchstückendaraus für die Kritik und Erklärung noch jetzt von großer Wichtigkeit ist. Nach der erstenAusgabe (Mail. 1499, Fol.) wurde cs am besten von Küster (3 Bde., Cambridge 1705,Fol.) und in neuester Zeit von GaiSford (2Bde., Oxf. >834, Fol.) und Bcrnhardy (2Bde.,Hallel834fg.) bearbeitet. Besonders zu erwähnen sind Toup'sLmendstinnes inSuidsm"

(3 Bde., Lond. 176067) mit den<7urae novissimas" (Lond. 1775), wovon Personeine neue Ausgabe besorgte (4 Bde., Oxf. 1790). ^

Sujet, s. Fabel.

Sulioten, ein christlicher albanes. Volksstamm, der im 17. Jahrh. aus albanes. Hir-ten entstanden sein soll, d iejlchim Kassioveiscbcn Ecbiracin Evirus an siedelten, die kleine FesteSuli zu ihrem Vereinigungsschutzorte wählten und nach und nach mehrUkVTn Orte im Thaledes Acheron bevölkerten. Sie bekennen sich zur griech. Kirche und lebten sonst unter republi-kanischer Verfassung. Alte Gebräuche waren ihre Gesetze. Außer Viehzucht und etwaswenigem Ackerbau betrieben sie hauptsächlich das Gewerbe von Klephten und Armatolcn(s. d.), und zeichneten sich als solche nicht weniger durch ihre Tapferkeit wie durch List undAusdauer aus. Die Geschichte ihres zwölfjährigen Kampfes mit Ali Pascha von Janinaklingt fast wie ein Roman. Von Ali Pascha 1803 besiegt, verließen sie ihr Vaterland unddienten unter den Truppen der verschiedenen Mächte, welche damals die Ionischen Inselnbesaßen- Als AliPascha in der Folge von denTürken cingeschlossen und von dcnAlbanescrnverlassen wurde, suchte er selbst bei den vertriebenen Sulioten Hülfe, denen er die FestungKeiopha einräumte und seinen Enkel als Geisel stellte. Der kühne Suliotenanführer Markos ^Bozzaris kämpfte mit glänzendem Erfolge für Ali Pascha, der indeß seinem Schicksale unterlag.Durch den Übertritt der albanes. Häuptlinge zu Khurschid Pascha sahen sich die Sulioten aufsneue in ihre Felsen eingeschlossen. DemHunger preisgegcben, übergaben sie am 9. Sept. 1822auf den Vorschlag des engl. Consuls in Prevesa ihre Feste Suli den Türken. Gegen 3000Sulioten wurden am >6. Sept. auf engl. Schiffen nach Kephalonia gebracht; die übrigenzerstreuten sich im Gebirge. Wie alle zur griech. Kirche sich bekennende albanes. Stämmewerden die Sulioten häufig fürGriechen gehalten, doch mit Unrecht; denn obschon die gleicheReligion und Stellung zu den unterdrückenden Türken ihnen gleiche Interessen und zumTheil auch gleiche Sitten mit den Griechen gaben, so sind sie doch stammlich und sprachlich 'von diesen verschieden, wiewol in neuester Zeit in Folge ihrer Schicksale eine große Ver-mischung mit denselben stattfand. Vgl.Perrhäbos,Geschichte von Suli und Parga" (neu-griech., 2. Äufl., 2 Bde., Ven. 1815; engl., Lond. 1823) und Lüdemann,Der Sulioten-krieg, nebst den darauf bezüglichen Volksgesängen" (Lpz. 1825).