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darstellte. Die glücklichsten Landschaftsstudien gewährte ihm sein Aufenthalt in Salzburg-Umgebungen. In Ölgemälden fing er erst 1816 an sich zu versuchen. Als Oberstlieutenantging er, nachdem er vom Könige dazu Urlaub erhalten, 1826 nach Griechenland, wo er biszur Ankunft des Präsidenten Kapodistrias an der Spitze der Commission zu Napoli stand,welche die nach Griechenland gesandten Unterstützungen verwaltete. Außerdem nahm erim Febr. 1827 an der Expedition zum Entsatz der Akropolis von Athen Theil, und balddarauf führte er den Oberbefehl über das Geschwader, welches in dem Kanal von Negro-ponte die Hauptmagazine der Türken zerstörte. Kapodistrias übertrug ihm im März 1828das Commando von Napoli di Romania, bald darauf auch das Militairgouvernemcnt vonArgos. Nach Fabvier's Rückkehr nach Frankreich fiel ihm überdies noch die Organisationder Taktiker zu, mit der obersten Leitung der Ccntralmilitairschule und der Aufsicht überalle Militairanstalten. Ununterbrochene Fieberanfälle brachten ihn gegen Ende des I.
1 828 zu dem Entschlüsse, Griechenland zu verlassen. Vom König von Baiern 1829 zumObersten im Generalquartiermeisterstabe der bair. Armee ernannt, begab er sich im Aug.
1829 nach Italien, von wo er erst im Juni > 839 nach München zurückkehrte. Hierauflebte er in seinen Mußestunden fast ausschließend der Malerei und lieferte eine Menge derinteressantesten Gemälde. Auch versuchte er sich in der Frescomalerei, indem er in derGlyptothek in München das Viergespann am Wagen des Helios ausführte. Seine Zeich-nungen und Skizzen sind vortrefflich, höchst geistreich, treu und charakteristisch. Seine Öl-gemälde, die er nach der Rückkehr aus Griechenland lieferte, stehen allerdings den früher«nach; sie sind flüchtiger behandelt, etwas trocken und öfters unharmonisch, welcher letztereMangel unstreitig aus dem Bestreben entstanden ist, die hohen Farbentöne der griech. Land-schaft und die Costume wiederzugeben. Jndeß lenken einige ländliche Genrebilder, welchezu seinen neuesten Werken gehören, wieder gegen die frühere Harmonie und sanfte Schön-heit des Tons ein; die treffliche Charakteristik war ihm ohnedies treu geblieben. Die Er-hebung des Prinzen Otto von Baiern auf den griech. Königsthron brachte ihn abermalsnach Griechenland. Schon früher als bair. Kämmerer angestellt, wurde er zum General-major und Mitglied der Regentschaft des griech. Staats während der Minderjährigkeit desKönigs Otto ernannt, in welcher Stellung er sich unbestreitbare Verdienste um die Beru-higung des Staats, das Militairwesen und den Vertheidigungszustand erwarb. Nachdem Eintritt der Volljährigkeit des Königs Otto begab er sich > 835 nach München zurück,wo er wieder in seine frühere Stellung eintrat und 1833 zum Freiherrn erhoben wurde.
Heidelberg, im Unterrheinkreise des Großherzogthums Baden, bis zum I. 1720die Residenz der Kurfürsten und Pfalzgrafen am Rhein, liegt in einer der schönsten Ge-genden Deutschlands, am Ende der Bergstraße und am linken Ufer des Neckar, über wel-chen hier eine steinerne, 702 F. lange, mit der Bildsäule des Kurfürsten von der Pfalz,Karl Theodor, verzierte Brücke führt. Die Stadt ist zwischen den Strom und die Bergegedrängt und besteht aus der eigentlichen <^tadt, einer Vorstadt und der sogenannten Berg-stadt. Im Süden derselben erhebt sich der sogenannte Königsstuhl, eine Berganhöhe, die,seit Kaiser Franz ll. sie bestiegen, der Kaiserstuhl genannt wird und von welcher aus man,besonders seitdem 1830 ein 90 F. hoher Thurm errichtet ist, eine herrliche Aussicht genießt.Das auf dem Jettenbühel oder Jettenhügel genannten Theil des Geisbergs liegende kur-fürstliche Schloß litt besonders durch die Verwüstungen der Franzosen im I. 1689 undwurde durch einen Blitzstrahl, welcher 1763 einschlug, vollends unbewohnbar gemacht;doch sind die Ruinen desselben noch äußerst ansehnlich und für die Geschichte der Baukunstvom 13.— I7.Jahrh. merkwürdig. In dem Schlvßkeller liegt das große Heidelberger Faß,welches 250 Fuder (283900 Flaschen) faßt. Etwas höher als dieses Schloß stand dasnoch ältere Schloß und mitten am Gcisberg, der Vorstadt gegenüber, die Feste, Truhkaisergenannt, welche der vom Papst in den Bann und vom Kaiser Friedrich Nl. in die Acht er-klärte Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz 1361 erbauen ließ. Der Kurfürst Karl Ludwigließ dieselbe ausbessern und neu befestigen und legte ihr den Namen Sternschanze bei.Nördlich auf dem rechten Neckarufer liegt der Heiligenberg mit dem vormaligen KlosterNeuburg. Unter den fünf Kirchen sind die Heiligenaeistkirche und die Pctcrskirche bemer-kenswerth. Nächst der Universität bestehen in H. eine Gesellschaft für Naturwissenschaft und