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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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744
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744 Heidegger

und einem romantischen SchauspieleDer Töpfer Walter" auf und wendete von nun anseine Aufmerksamkeit der südlichen Romantik zu. Von seiner vertrauten Bekanntschaftmit Calderon zeugte sowol das SchauspielDristig vovet halv er vundet" (1817), wie dieAbhandlungV« poeseos tliamaticse gsnors üispsnico et prae-ertim üe ketro (7al<1s-i-nne »le I-> Sarca"(I8I7), welche ihm den Doctorgrad erwarb. InPsyche's Jndvielse",einem mythologischen Schauspiele (1817), versuchte er den Mythus von Amor und Psychepoetisch wiederzugeben. Vollkommener entfaltet erscheint das komische Element seiner Poe-sie inJulespög og Nytaarslöier"(>817), wo er in Tieck'scher Weise, doch in selbständigerAnregung, manche Schwächen der Literatur und des Theaters züchtigte. Bei einem Auf-enthalte in Paris, >8>9 22 , studirte er namentlich das franz. Theater. Nach seinerRückkehr als Professorin Kiel angestellt, schrieb erDie Formenlehre der dän. Sprache"(Altona 1825), worin er seine Ansicht von dem typischen Systeme der Natur an der Fle-xionslehre darzustellen Gelegenheit fand, und die aus akademischen Vorlesungen entstan-dene Darstellung derNord. Mythologie aus der Edda und Oehlenschlägcr's mythologischenDichtungen" (Schlesw. 1827). Eine Reise nach Berlin im I. 1822 verschaffte ihm dieBekanntschaft mit dem Hegel'schen System und dem Urheber desselben. Nach seiner Rück-kehr ins Vaterland im I. 1825 trat er mit seiner ersten VaudevilleKong Salonion ogJörgen Hattemager" auf, dem dannNecensenten og Dyret" (1826),Den otte og ty-vendeJanuar" (>826),Aprilsnarrene",EtEvcntyri RosenborgHave",DeUadskille-lige" (1850), ,,KjögeHuuskors"(>83I), >De Danste i Paris" (1853), ,,Nei"(1836),Ja" (1839),Emilies Hjertebanken",Erethe",Sorgenfri" (1840) folgten, die in derThat selbst nationale Lustspiele sind. Wie die Lyrik in seinen andern poetischen Erzeugnis-sen einen Glanzpunkt bildet, so auch in seinem mit großem Beifall aufgenvmmenen Schau-spielElverhöi" (1828), dessen Basis eine Volkssage vom Elfenkönig ist. ZurPrinzes-sin Isabelle" (1829) gab ihm ein Sujet Lope de Vega's Veranlassung. Unter seinen dra-malischen Arbeiten nennen wir nochNina oder die Wahnsinnige «us Liebe" (>824), so-wie mehre Märchen-KomödienAlfeone" (1835),Fata Morgana" (1838) undSyksoverdag" (1840). In seinem von 182730 erschienenen ästhetischen Wochenblatteherrschten Novellistik und ästhetische Kritik vor; von ähnlicher Tendenz sind dieJntelli-gentsblade" (Bd. 1 und 2, 184243). Sein Streben nach Durchführung seiner Grund-ansichten über Natur, Geist und Poesie rief bei ihm eine lebhafte Theilnahme auch an demGange der Speculation hervor; eine solche zeigt sich schon in seiner AbhandlungÜber diemenschliche Freiheit" (Kiel 1824), sowie in einer andernÜber die Bedeutung der Philo-sophie für die Gegenwart" (1833). In der letzter» erklärt er sich bestimmt für das Hegel'-sche System. SeineNye kigte^ (I,st4l), sowie sein neuestes WerkUrania" (1844),ein Jahrbuch, worin er mit einigen Freunden der neuern Astronomie eine poetisch-specula-tive Grundlage zu geben versuchte, fanden große Theilnahme. Auch hat H. das Verdienst,den ungenannten genialen VerfasserEiner Alltagsgeschichte", dessen Novellen die Blüteder dän. Kunst in diesem Genre bezeichnen, in die Literatur eingeführt zu haben. SeinePoetischen Werke" erschienen, jedoch nicht vollständig, gesammelt in neunBänden (183341); an sie schließen sich seineProsaischen Schriften" (3 Bde., 184144); dieDramati-schen Schriften" wurden von Kannegießer ins Deutsche übersetzt (Bd. 1 und 2, Lpz. 1844).

Heidegger (Karl Wilh., Freiherr von Heideck genannt), bair. Generalmajor undKämmerer, geb. >788 zu Saaralben in Lothringen, der Sohn eines in franz. Kriegsdien-sten gestandenen Schweizeroffiziers, besuchte seit 1801 die Militairakademie zu München,wo er sich auch in den zeichnenden Künsten ausbildcte. Er wurde 1805 bair. Artillerielieu-tenant, wohnte den Feldzügen von >805, 1806 und >809 gegen Ostreich, Preußen undTirol bei, ging >810 als Freiwilliger zum franz. Heere nach Spanien und kehrte von dorterst 1813 nach Baiern zurück, wo er zum Major befördert und >816 als Mitglied derGrenzberichtigungscommission nach Salzburg geschickt wurde. Während dieses unstetenkriegerischen Lebens erhielt sein Kunsttalent eine selbständige Entwickelung, und fern vonden Studien der Schule lernte er die Natur mit Lebendigkeit, Wahrheit und charakteristi-scher Eigenthümlichkeit auffassen. Im Kriegsleben wurden die nächsten Gegenstände dieBilder, die er nach der Natur oder nach de» ersten frischen Eindrücken seiner Phantasie