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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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Hegesippus Hegewisch (Franz Herm.) 741

verbot, öffentlich zu sprechen. Hcgesias, ein späterer griech. Redner aus Magnesia,war bei den Alten übel berüchtigt wegen seiner plumpen Affectation des attischen Stils.

Hegesippus, ein berühmter Redner in Athen um 350 v. Chr., war ein Gegner desKönigs Philipp von Makedonien und Zeitgenosse des Demosthenes, dessen Rede>Ie 14»-loneso" ihm als Verfasser in neuester Zeit beigelegt worden ist. Bgl. Vömel,OstsncliturLegesippi esse orationem cie Uslonsro" (Franks. 1830 31, 3.).

Hegetfchtveiler (Johann), ein schweizer. Patriot und bekannter botanischer Schrift,steiler, geb. 1789 in Rifferschweil, legte 18048 auf der Cantonsschule in Aarau denGrund zu seiner wissenschaftlichen Bildung, brachte dann ein Jahr im medicinisch-chirur-gischen Institut in Zürich zu und studirte 180913 auf der Universität zu Tübingen.Im I. 1814 wurde er nach Erlangung der medicinischen Doctorwürde Oberarzt in einemschweizer. Militairlazarethe und nach beendigtem Kriege fing er an zu prakticiren, erst inseinem Geburtsorte und dann in Stäfa. Außer mehren botanischen und medicinischen Ab-handlungen gab er namentlich eine neue Auflage von Suter'sklar» lielvetica" (Zur.1822); ferner seineReisen in dem Gebirgsstock zwischen Glarus und Graubündtcn"(Zür. 1825); dieSammlung von Schweizerpflanzen" (80 Hefte, Bas. 182-135), diein der Schweiz und im Auslande die verdiente Anerkennung gesunden hat;Beiträge zueiner kritischen Aufzählung der Schweizerpflanzen" (Zür. >831) undDie Flora derSchweiz", nach des Verfassers Tode fortgesetzt von Heer (4 Lief., Zür. 1838 40). Beiden politischen Bewegungen des Cantons Zürich, vom Aug. bis Dec. 1830, trat er, vonseinen Eemeindebürgern dazu aufgefodert, als Redner bei der Volksversammlung vonWer am 22. Nov. 1830 auf, welche die politische Reform des CantonS Zürich entschied.Bald darauf wurde er von der Gemeinde Stäfa zum Abgesandten bei der schweizer. Tag.satzung und 1831 zum Ncgierungsrath ernannt. 'Die 1832 auf ihn gefallene Wahl zumBürgermeister des Cantons lehnte er beharrlich ab. Während des Parteienkampfs in denI. >838 und 1839 suckte er vermittelnd zu wirken. Als er dem Gefechte in den Straßender Stadt Zürich am 6. Sept. 1839 durch seine Dazwischenkunft ein Ende zu machengedachte, wurde er tödtlich verwundet und starb wenigeTage darauf nach schweren Leiden.

Hegewisch (Dietr. Herm.), ein verdienter deutscher Geschichtsforscher, geb. am IDec. 1740 zu Quackcnbrück im Osnabrückischen, war ursprünglich für das Studium derRechte bestimmt, konnte sich aber mit demselben durchaus nicht befreunden, da er sich zurGeschichte und ihren Hülfswiffenschaften hingezogen fühlte. Nach beendeter Studienzeitwurde er als dän. LegationSsecretair zu Hamburg angestellt, wo er Muße fand, dieGe-schichte Karl's des Großen" (Lpz. 1772) undGeschichte der fränk. Monarchie von demTode Karl's des Großen bis zu dem Abgänge der Karolinger" (Hamb. 1779) zu arbeiten.Im I. 1780 kam er nach Kiel, wo er 1782 die ordentliche Professur der Geschichte erhielt,1805 zum Etatsrath ernannt wurde und am 4.Apr. 1812 starb. Unter seinen zahlreichenSchriften sind noch hervorzuheben dieGeschichte der Deutschen von Kvnrad 1. bis Hein-rich ll." (Hamb. 1781);Geschichte der Negierung Kaiser Maximilian's I." (2 Bdc.,Hamb. 178283; 2. Ausl., 1818);Charakter- und Sittengemälde aus der deutschenGeschichte des Mittelalters" (Lpz. 1786);Allgemeine Übersicht der deutschen Culturgc-schichte" (Hamb. 1788); die Fortsetzung von Christiani'SGeschichte der HerzogtümerSchleswig und Holstein" (Bd. 3 und 4, Kiel 180,-2);Geschichte der engl. Parla.mentsberedtsamkeit" (Altona >804);Historischer Versuch über die röm. Finanzen" (Al-tona 1804) undGeographische und historische Nachrichten, die Colonien derGriechen be-treffend" (Altona 1808; nebst Nachtrag, 1811). Auch besorgte er selbst eine SammlungseinerHistorisch-philosophischen und literarischen Schriften" (2 Bde., Kiel 1793).

Hegewisch (Franz Herm.), dän. Justizrath, oldenburg. Leibarzt und Professor derMedicin an der Universität zu Kiel, der Sohn des Vorigen, geb. zu Kiel am 13. Nov.1783, besuchte die Schule zu Eutin und studirte seit 1794 Medicin in Kiel und dann inBonn. Nach vollendeten Studien reiste er nach Frankreich und England. Nach seinerRückkehr erhielt er 1809 eine außerordentliche Professur der Medicin zu Kiel. Einen lite.rarischen Ruf erwarb er sich namentlich im Gebiete der Politik und Journalistik. Seinpolitisches System legte er zuerst in der SchriftEinige-entserntere Gründe für ständisch«