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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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740
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740 Hegemonie HegesiaS

durch Rüge (s. d.) hcrausgegebenenHallischen" späterDeutschen Jahrbücher", sowie ^der damit in Verbindung stehende Angriff H. L e o's (s. d.) auf die sogenannten Junghc-gelianer, Hegclingcn bei. In Folge der verschiedenen Erklärungen, welche die AnhängerH.'s bei diesen Gelegenheiten abgaben, übertrug man die politischen Parteinamen, Cen-trum, rechte und linke Seite, auch auf die H.'sche Schule. Nachdem überdies Schilling(s. d.), der einige Jahre nach H.'s Tode ( 1834 ) ein hartes, aber nichts Neues enthalten-des Ürthcil über ihn veröffentlicht hatte, nach Berlin berufen worden war, glaubte mandarin ein deutliches Zeichen zu sehen, daß die H.'sche Schule sich nicht mehr der Begünsti- ,gungen von oben herab zu erfreuen haben würde, welche sie bis dahin genossen hatte.Unterdessen war sie überdies von mehr als einer Seite Gegenstand wissenschaftlicher An-griffe und Widerlegungen geworden. Daß alle Die, welche sich von der Unrichtigkeit derlogischen, seit Jahrtausenden in allen Wissenschaften geltenden Grundsätze nicht überzeu-gen konnten, die dialektische Methode und mit ihr das ganze System verwarfen, versteht .sich von selbst; sie bezeichneten jene Methode wol auch geradezu alsdie Kunst, den Unsinnauf die kürzeste Formel zu bringen"; indeß auch Solche, welche, wie C. H. W eisse (s. k)und der jüngere Fichte (s. d.), sie für eine bedeutende wissenschaftliche Entdeckung erklär-ten, glaubten entweder mit ihr allein nicht auszureichen, oder durch sie auf ganz andere Re-sultate zu kommen; während noch Andere, wie die ganze Herbart'sche Schule (s. Her-b art), in ihr im besten Falle nur ein Bekenntniß der Ohnmacht des Denkens finden wol-len, welche die Probleme der Spekulation, statt sie zu lösen, umgeht. Anderer sehr wich-)iger, namentlich auf dem Gebiete der Ethik liegenden Gründe gegen das System nicht zugedenken, hat unter Andern, die genaue und gründliche Prüfung der Art, in welcher H.und seine Schule die Methode handhabt, wie sie neuerlich Trendelenburg in seinenLogi-schen Untersuchungen" (Berl. 1840) und Exner in seinerKritik der Psychologie derH.'schcn Schule" (2 Hfte., Lpz. 184244) durchgeführt haben, viel dazu beitragen müs- 'scn, den Nimbus, der das System eine Zeitlang umgab, zu zerstören. Welchen Einflußdie H.'sche Philosophie im Auslande, namentlich in Frankreich, Dänemark, Schweden ge-wonnen habe, läßt sich aus der Entfernung nicht genau beurtheilen; auch in Frankreichjedoch hat sich in neuester Zeit eine sehr beachtenswerthe Stimme gegen sie erhoben. Vgl. A.Ott,14. et l»;,kiln5nzilii«sllemsnlle" (Par. 1844). (S. Französische Philosophie.)

Hegemonie, eigentlich Oberbefehl oder Obergewalt, nannte man in Griechenlandinsbesondere den politischen Vorrang, der einem einzelnen Staate wegen seiner vorzügli-chen Besonnenheit, Tapferkeit und Kriegserfahrung von den übrigen Bundesstaaten einge-räumt wurde und dessen Leitung man sich bei einer allgemeinen wichtigen Unternehmungwillig überließ. Das Wesen und Bedürsniß einer solchen Hegemonie bildete sich um 500v. Ehr. mit den Perserkriegen aus, als bei der drohenden Stellung der Perser die griech.Staaten, auf Anrathen des Themistokles (s. d.), in einen engern Verein zusammentra-ten und Sparta (s.d.) an die Spitze desselben stellten. Doch entstanden bald Spaltun-gen in dieser Verbindung; Sparta konnte sich in seinem Range nicht mehr behaupten,seitdem Athen durch seine neugeschaffene Flotte, welcher Griechenland den Sieg bei Sala-mis und seine Rettung größtentheils verdankte, den Bundesgenossen so hoheAchtung ein-flößte, daß sie seit 477 v. Chr. diesem nun weit bedeutendern Staate lieber folgten. DaAthen die Hegemonie zur Bereicherung seiner eigenen Macht mißbrauchte, so bildeten dieSpartaner ein Gegcnbündniß (Symmachie), konnten aber erst 73 Jahre später, als dieMacht Athens im Peloponnes. Kriege gebrochen war, ihr früheres Übergewicht wieder er-langen. Auch Sparta benutzte jetzt die Hegemonie zu eigennützigen Zwecken, sodaß The-ben (s. d.) sich erhob, um Griechenlands Freiheit zu retten, und Sparta in den Schlachtenbei Leuktra und bei Mantinea demüthigtc. Bei den inner« Zwistigkeiten war es fürAlexander den Großen nach der Schlacht bei Chäronea (338. v. Chr.) ein Leichtes, die He-gemonie selbst zu übernehmen und so Griechenland unter seine Herrschaft zu bringen. *

Hegesias, ein griech. Philosoph, um 370 v.Chr., wahrscheinlich ausKyrene, Schü-ler des Aristipp (s. d.) und Zeitgenosse des Platon, stellte das Elend des menschlichenLebens mit so lebhaften Farben und so beredtem Munde dar, daß mehre seiner Schü-ler zum Selbstmorde verleitet wurden und deshalb der König PtolemäuS in Ägypten ihm