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gekommen war und sie zu entführen versucht hatte. Sic wurde 1386 mit Jagjello den Tagnach dessen Taufe vermählt. Mit musterhafter Ergebung suchte sic min ihren rauhen Ge-mahl zu fesseln, der sie auch wegen ihrer Schönheit, Sanftmuth und Klugheit hochschätzte;doch bereitete ihr seine durch die Verschiedenheit des Alters, der Sitten und Neigungen er-regte Eifersucht nicht selten bittere Stunden. Sic starb schon l 399 im Kindbett. Bestrebtum die Bildung des-poln- Volks wirkte H. beim Papste Bonifacius IX. eine Bulle aus,welche die krakauer Akademiker den Parisern gleichstcllte, und ihrem letzten Willen gemäßerneuerte Jagjello nach ihrem Tode die krakauer Akademie. Bei der Universität zu Pragstiftete sie ein Stipendium für poln. und lithauische Studirende; zum Hussitismus sich hin-neigend, ließ sie den Gottesdienst in Krakau durch böhm. Geistliche in poln. Sprache halten.
Herrn (Joh. Dav. de), der größte niederländ. Frucht - und Stilllebenmaler, gcb.l 666 zu Utrecht, lernte bei seinem gleichnamigen Vater und gewann bald ungeheure Sum- ^men für seine Fruchtstücke. Gegen Ende seines Lebens zog er von Utrecht nach Antwerpenund starb daselbst 1674. SeineBilder stellen meist prächtige Gefäße mit Früchten, Schmuck-sachen, Uhren und dergl. aus Marmortischcn vor; den Hintergrund pflegt eine reiche grüneDraperie zu schließen. Auch herrliche Guirlanden von Früchten und Blumen pflegte erdarzustellcn, besonders gern als Umgebung eines Mittelbildes, z. B. einer Monstranz, ei-ner Madonna u. s. w-, nach Art des Dan. Seghers. Colorit und Helldunkel sind bei ihmvollkommen; die Charakteristik jedes einzelnen Gegenstandes in Bezeichnung der rauhenoder glatten Oberfläche, z. B. des feinen Flaums der Früchte, des Stoffes der Draperienu. s. w., unübertrefflich. Trotz der großen Beschränktheit seiner Aufgaben ist H. stets in-teressant und anmuthig, und seine harmonischen Stillleben gehören zu den Zierden einer ,Gallerie. — Auch sein Sohn, Cornelius de H., lieferte Treffliches in dieser Gattung.
Heemskerk (Jak. van), ein ausgezeichneter holländ. Seemann, geb. zu Amsterdamum die Mitte des 16. Jahrh. aus einer angesehenen Familie, zeichnete sich früh im See-dienst aus und machte sich >596 und in den folgenden Jahren besonders durch seinen zwei-maligen, doch vergeblichen Versuch berühmt, um den Norden Europas und Asiens herumeinen kürzern Weg nach Ostindien aufzufinden, wobei er jedesmal auf Novaja-Semlja zuüberwintern gezwungen war. Jm J. 1661 zeichnete er sich im Indischen Meere gegen diePortugiesen aus und wurde dafür zum Admiral ernannt. Als Viccadmiral im I. 1667mit einer Flotte gegen die weit stärkere spanische unter Davila gesandt, griff er dieselbeam 25. Apr. vor Gibraltar an, besiegte und zerstörte sie gänzlich. Doch wie Davila siel,so bezahlte auch H., durch eine Kanonenkugel getroffen, den Sieg mit dem Tode. SeinGedächtniß erhalten mehre'Gessiälde und Medaillen und einträchtiges Grabmal in deralten Kirche zu Amsterdam.
Heemskcrk (Martin van), ein holländ. Maler,geb. 1 498zu Hecmskerk beiHarlem,wonach er sich nannte, war der Sohn eines Maurers, Namens van Veen, der ihn anfangsbei einem harlemer Maler in die Lehre gegeben hatte, dann aber zu seinem Handwerke nachHause nahm. Nur mit Widerstreben kehrte er in das väterliche Haus zurück und ergriffdie erste Gelegenheit, es wieder zu verlassen. Er ging nach Delft zu einem Maler, JohannLucas, der einigen Nus hatte; da er aber sah, daß sein Meister nichts für ihn that, begaber sich zu I. Schoorcl, einem berühmten Künstler, der von Nom und Venedig viele Stu-dien mitgebracht hatte. In dieser Zeit malte er den heil. Lucas, wie er die heilige Jungfrauund das Jesuskind malt, und schenkte das Gemälde, welches großen Beifall fand, der Ma-lcrinnung zu Harlem. Hierauf war er drei Jahre in Italien, wo er seinen Geschmack nachder Antike bildete und den Unterricht Michel Angclo's benutzte. Nach seiner Rückkehr nachHolland fand er bald sehr zahlreiche Schüler; auch gewann er bedeutenden Neichthum.Erstarb 1574. Einige seiner Werke fanden bei der Eroberung Harlems durch die Spa-nier ihren Untergang; ein Altarstück von ihm findet sich noch gegenwärtig in Stockholm.
H. theilt bei einem bedeutenden Talente doch das Schicksal mehrer seiner Schulgenossen,welche in beständigem, unerfreulichem Schwanken zwischen den altüberlieferten niederländ.Kunstgeiste und ihren ital. Studien stehen blieben. Die letztem gaben ihm den Anspruchauf vollere, reichere Entfaltung der Form, des Nackten, während er sich doch von der nor-dischen Befangenheit im Ausdruck und Gewandung nicht losmachen konnte; seine Fär»