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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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730
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730 Heckmünze» Hederich

Heckmünzen nannte man im 17. Jahrh. diejenigen Münzstätte», wcicye die Kunstverstanden, aus wenigem Gelbe vieles zu prägen, indem die Inhaber derselben gute Münz-sortcn cinschmolzen und daraus, unter Hinzufügung eines reichlichen Zusatzes von Kupferu. s. w., schlechte und geringhaltige Münzsortcn ausprägten. Auch nannte man die in sol-cher Weise ausgeprägten Münzstücke Heckmünzen (Hcckthaler, Hcckgroschcn oder Heck-xfennige). Überdies legte der Aberglaube auch andern Münzen diesen Namen bei (s. H ä n-delsheller), von denen man behauptete, daß sie sich durch wiederholtes Umdrehen ver-mehrten, oder immer in die Hand des Besitzers zurückkehrtcn, so oft sie auSgcgeben würden.

Hecüba, griech. Hekäbe, die zweite Gemahlin des Königs Priamus (s. d.) vonTroja, ist nach Homer die Tochter des phrygischcn Königs Dymas, nach Euripidcs desKifseus, nach Apollodor des Flußgoktes Sangarios, und Mutter mehrer Söhne (nach Ho-mer 19) und Töchter. Ihr Erstgeborener war Hektar (s.d.). Bei ihrer zweiten Schwan-gerschast träumte sie, sie gebäre eine Fackel, welche ganz Troja entzünde. Äsakos, einälterer Sohn des Priamus, der Wahrsager war, deswegen um Nath gefragt, deutete denTraum auf die Geburt eines Kindes, welches den Untergang des Reichs herbeiführenwerde. Sie gebar den Paris (s. d.). Nach Trojas Zerstörung kam sie als Sklavin in dieHände der Griechen, stürzte sich aber aus Verzweiflung ins Meer. Nach andern Nachrich-ten wurde sie von den Griechen ihrer Schmähreden wegen gesteinigt-, unter den Steinenfand man aber nicht ihren Leichnam, sondern einen tobten Hund. Euripidcs, der eine seinerTragödien nach ihr benannte, sowie andere alte Tragiker schildern sie als eine zärtlicheMutt«, edle Fürstin und tugendhafte Gattin, welche das Schicksal die herbsten Verhäng-nisse erfahren läßt. Die bildende Kunst stellt sie dar als eine Makrone, deren von Kummergefurchtes Gesicht eine angeborene Heftigkeit und Leidenschaftlichkeit des Gemüths verräth.

Hedenborg (Johan), Secretair beim schweb. Consulat in Alexandria, geb. 1787in Ostgothland, der Sohn eines Grenadiers, studirte seit 1820 in Montpellier und wurde1822 in Üpsala zum Doctor der Medicin promovirt, worauf er 182.1 in Stockholm eineAnstalt zur Bereitung künstlicher Mineralwässer nebst Trinkanstalt begründete, die schnellin Aufnahme kam. Doch schon im folgenden Jahre verkaufte er dieselbe und beglei-tete hierauf, 1827, den Minister Grafen Löwenhjelm als Arzt auf einer Reise nach Kon-stantinopel. In den 1.183031 besuchte er Kleinasien, Syrien und Ägypten, wo er zahl-reiche Mineralien, Gewächse, Antiquitäten, alte Münzen, türk, und arab. Bücher undHandschriften sammelte, die er thcils dem Neichsmuscum, theils der ethnographischenSammlung der Universität zu Upsala schenkte, theils für sich behielt und später für 6029Thaler an die königliche Akademie der Wissenschaften verkaufte. Im I. 1832 kehrte ernach dem Vaterlande zurück; doch schon wenige Monate nachher ging er wieder nachAlexandrien, von wo aus er 183-1 Oberägypten, Nubien und Äthiopien bereiste. Auch aufdieser Reise machte er wieder vortreffliche Sammlungen, die zum Thcil 183-1 vom Reichs-museum angekauft, zum Theil als Geschenk 1838 an die Universität zu Upsala kamen.Nachdem er inzwischen 1833 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und 1834 derSocietät der Wissenschaften zu Upsala geworden, kehrte er 1836 auf kurze Zeit in die Hei-mat zurück. Dann ging er wieder nach Alexandria, wo und auf Nhodus er abwechselndsich aufhält. Von ihm sind erschienenDurliislca natiünens secler, brnk ocb Iclälleckrägter"(Stocks). 1839, 4.) undÄesa in Lgz-pte» «cd «Ist inre ^srilca" (Stocks). 1843).

Hederich (Benjamin), ein sehr kenntnißreichcr und verdienstvoller Schulmann inder ersten Hälfte des 18. Jahrh., geb. am >2. Dec. >675 zu Geithayn in Sachsen,, seil1705 Rector in Großenhayn, wo er am 18. Jul. 1748 starb, ist der Verfasser mehrerSprach - und Rcalwörterbücher, die ihrer vorzüglichen Brauchbarkeit wegen im In - undAuslände wiederholt im Druck erschienen und verbessert worden sind. Hieher gehört na-mentlich daSI^exicon mammle grase." (Lpz. 1722 und öft.), welches später I. A. Er-nesti(Lpz. 1754; neue Aust., 1766), Wendler (Lpz. 1787; und neue Ausl., 1796), Ma-xell (Lond. >778; neue Aufl-, 1790, 4.), Taylor (Lond. 1803), zuletzt Pinzger (3 Bde.,Lpz. 1825 27) vielfach verbessert Herausgaben; ferner dasIwxicon manuale lat.-ger-wan." (2 Bde., 2. Äust., Lpz. 1766), daskromtuariiim latiaitatis zrrodatae" (Lpz.1753; 2. Aust., 1777), dasReal-Schullerikon" (3. Aust., Lpz. >748), und dasMy-