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sogar damit um, den Wohlfahrtsausschuß und den Convent zu stürzen und sich durch eineArt Diktatur der obersten Gewalt zuHemächtigen. Als Nobespicrre die Sache reif hielt,ließ er die Ausländer verhaften, und Saint-Just mußte am 23. Vcntose (13. März 1794)dem Convente einen Bericht abstatten, in welchem die Ausländer, die Hebertisten und ent-fernter auch die Gemäßigten als Verschwörer, Lasterhafte und Verräther mit dem Todebedroht wurden. Fouquier Tinville ließ hierauf in der Nacht vom 23. zum 24. VentoseH., Vincent, Nonsin, Momoro, Mazuel, den Banquier Kock, später auch Chaumettc, Ga-bel, Clootz und mehre der sogenannten Gemäßigten verhaften. Der Proceß der neunzehnAngeklagten begann am I. Germinal (21. März); Alle wurden sie der Verschwörunggegen die Republik beschuldigt. H. zieh man überdies des Betrugs cM der Staatskasse undder Absicht, daß er in Paris eine Hungersnoth habe erregen wollen. Verurtheilt, mußte erschon am 4. Germinal (24. März) mit einigen Andern das Schaffst besteigen. Von Schandeund Verachtung niedergebeugt, hatte er nicht mehr die Kraft, seine Feigheit zu verbergen.
Hebezeug nennt man im Allgemeinen alle die Werkzeuge, deren man sich bedient,um Lasten auf eine gewisse Höhe zu heben. Dieselben können einfache, z. B. Hebebäume,Brechstangen, Taue u. s. w., sein, oder aus zusammengesetzten Maschinen bestehen, wo-hin z.B. die Heb ela den (s.d.), Wagenwinden, Krahne (s.d.) u.s.w. gehören. Speciellheißt aber Hebezeug bei der Artillerie derjenige Apparat, dessen man sich bedient, um dieschweren Geschützrohre auszuhcben oder in ihre Lasteten zu legen. Dasselbe besteht auseinem Bock mit drei oder vier Schenkeln, in dessen Spitze der feststehende Kloben eines Fla-schenzugs aufgehängt wird, während man den beweglichen mit der Last in Verbindungbringt. Das Zugtau windet sich dabei auf einer zwischen zwei von den Ruthen angebrach-ten Haspelwelle, welche durch vier Handspeichen oder ein Kreuz umgedreht und durch einSperrrad mit Klinke vor dem Zurückschleudern bewahrt wird. Das Hebezeug wird überdas zu hebende Geschützrohr ausgestellt, und sobald dies zur Schwebe gebracht ist, die Las-set« ab - oder angcfahren, und das Rohr dann zur Erde oder auf die Lastete hinabgelassen.
Hebräer oder Ebräcr heißen die Nachkommen Abraham's (s. d.), der 2990v. Chr. aus Mesopotamien jenseit des Euphrats nach Kanaan oder Palästina einwanderte,weshalb man ihren Namen auch von dem hebr. Worte oder, d. h. jenseit, ableitet. Mono-theismus, Beschncidung und Verheißung des künftigen Besitzes gingen von Abraham aufseinen Sohn Jsa ak (s. d.), dessen jüngcrn Sohn Jakob (s.d.) oder Israel und dessenzwölf Söhne über. Jakob zog, bei einer Theuerung in Kanaan mit 7V Kindern, Enkelnund Urenkeln nach Gosen in Ägypten, wohin ihn sein am ägypt. Hose mächtiger SohnI o se pH (s. d.) rief. Während der 43« Jahre ihres Aufenthalts in Ägypten waren dieHebräer auf 2'/- Mill. angewachsen, darunter vvvvvo streitbare Männer, die den Auszugunter Moses (s.d.) deckten und die Völker, welche sie auf ihrer vierzigjährigen Wanderunganlrafen, bekämpften. Unter den Beschwerden dieses langen Zugs durch Einöden undfeindliche Völker stärkte sich der Geist der Hebräer zu Waffenthaten, und die strenge Gesetz-gebung ihres Anführers brachte in die unruhigen Eemüther Regel und Gottesfurcht. Alssie endlich, in der Mitte des 15. Jahrh. v. Chr., das verheißene Land unter Io sua (s. d.)erreicht hatten, theilten sich die zwölf Stämme, nämlich die zehn Stämme der Söhne Ja-kob's: Rüben, Simeon, Juda, Dan, Naphtali, Gab, Asser, Jsaschar, Sebulon, Benja-min, und die Stämme der beiden Söhne Joseph's: Ephraim (s. d.) und Manasse, in dasLand, wobei Rüben, Gab und die Hälfte des Stammes Manasse sich jenseit des Jordansfestsehten. Ackerbau wurde die Grundlage ihres Gemeinwesens. Der Stamm Levi erhieltstatt einer eigenen Provinz 35 in den übrigen zwölf Provinzen belegene Städte und außer-dem den Zehnten der Fcldfrüchte. Er bildete, wie die Priesterkaste in Ägypten, einen aus-gezeichneten Stand, der in der von Moses gegründeten theokrarischen Staatsverfassungder Hebräer im Namen des ewigen Gottes, als des unsichtbaren Königs, handelte und dasVolk bei Verwaltung des auf die Familie Aaron's eingeschränkten Priestcrthums (s.Ho-her Priester) kirchlich, richterlich und policeilich regierte, eine Gewalt, die er auch nochunter den Königen zu behaupten wußte. (S. Leviten.) Die 35V Jahre zwischen I o -sua (s. d.) und Samu cl (s. d.), nach den abwechselnden Anführern und Oberhäuptern,welche Richter hießen, die Epoche der Richter genannt, war die Heroenzeit des hebr. Alter-