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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
Seite
717
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Hazzi Hebamme 7l7

die neuesten Zeiten, unter dem Titel ,,'?ke el<x;uenc6 nkbritisb Senate" (Lond. 1808).Seine engl. Sprachlehre (Lond. 1810 ) hatte das Verdienst, die Ansicht.n des geistreichenHorne Tooke (s. d.) dem größer» Publicum zugänglich zu machen. Mehre seiner in Zeit-schriften zerstreuten Aufsätze über Politik, Theater und bildende Kunst sammelte er unterdem TitelHie round tadle" (2 Bde., Lond. >817), und seine dramaturgischen Ansich-ten legte er in der Schrift(lliaracters nk 81>»Ics;>eare's plaz-s" (Lond. 1817) nieder, diefeine Blicke enthalten, ohne in die Tiefe des Dichters einzudringen. Außerdem erschienenvon ihmView nk tbe britisk staxe" (Lond. 1818) undI.ec1»re8 on tke britisli jioets"(Lond. 1818);l'be Spirit ns tke »ge" (Lond. I 825);Ike jilsiu sziealcer" (Lond. 1826);^Ure like ok Napoleon" (-1 Bde., Lond. 1828; deutsch von Sporschil, 2Bde., Lpz. >835;2. Aust., 18-10), wodurch er namentlich auch in Deutschland dem größern Publicum be-kannt wurde, undOnversations nsäames Nortbcote" (Lond. 1830). Er starb zu Lon-don am 18. Sept. 1830.

Hazzi (Jos. von), bair. Staatsrath, ein bekannter, namentlich landwirthschaftlicherSchriftsteller, gcb. >768 zu Abensberg in Baiern, wo sein Vater Maurermeister war, stu-dirte zu München und Ingolstadt, arbeitete dann im Landgerichte seiner Vaterstadt undwurde 1703 Fiscalrath. Später kam er in das Departement des Forstwesens und 1799erhielt er die Stelle eines General-Landesdirectionsraths. Nach dem Einrücken der Fran-zosen in Baiern zum Marschcommissair ernannt, wußte er die günstigen Umstände zurGründung eines topographischen Bureaus zu benutzen. Nachdem er 1805 Bernadotte,Murat und Napoleon persönlich bekannt geworden, wurde er im Aug. >806 nach Düssel-dorf zum damaligen Großherzog von Berg, Murat, berufen, bald darauf aber auf BefehlNapoleons an die Spitze der Policeiverwaltung der eroberten Länder gestellt. Nach demFrieden von Tilsit hatte er als Staatsrath in Düsseldorf besonders die Einführung des<7o<1e Napoläon" zu besorgen. Als Murat den Thron von Neapel bestieg, sollte ihm H.dorthin folgen, zog es aber vor, nach Paris zu gehen, wo er unter dem Minister Maret indem Geschäftsfache des Großherzogthums Berg arbeitete. In Folge desDecretsvonTria-non vom 26. Aug. 1811 kehrte er nach Baiern zurück, wo er indeß erst im Juli 1313 wie-der eine Anstellung erhielt. Im I. 1816 wurde er in den Adelstand erhoben und dannStaatsrath. Unter seinen Schriften erwähnen wirStatistischeAufschlüsse über das Her-zogthum Baiern" (-1 Bde., Nürnb. >8018);Ansichten über Waldungen und Forste,sammt der Geschichte des Forstwesens" (3 Bde., Münch. 1805);Katechismus der bair.Landesculturgesetze" (2 Bde., Münch. 18036); die gekrönte PreisschriftÜber Güter-arrondirung, mit der Geschichte der Cultur und Landwirthschaft in Deutschland" (2. Aust.,Münch. >818);Über die Standpunkte der bair. Vcrfassungsurkunde von >818 in Be-zug auf andere Constitutionen" (Münch. 1810), eine scharfe Beleuchtung der bair.Octroi-verfassung;Über den Dünger" (Münch. 1821; 6. Aust., 1836);Lehrbuch des Seiden-bausssür Deutschland und besonders für Baiern" (Münch. 1826) undBeobachtungenund Bemerkungen auf einer Reise nach Frankreich und England" (2Hfte., Münch. 1837).

Head (Sir Francis Bond), engl. Major, und als geistreicher Schriftsteller am be-kanntesten durch sein auch ins Deutsche übersetztes WerkLubdles kram tke brunnens okNassau", bekleidete die Stelle eines Assistenzarmencommissairs in der Grafschaft Kent, alser plötzlich im Nov. > 835 zum Gouverneur von Obercanada ernannt wurde. Hier veran-laßte er trotz rastloser Thätigkeit, Entschlossenheit und gutem Willen unter allerdings schwie-rigen Verhältnissen durch falsche Maßregeln den Ausbruch des Aufruhrs, den er zwar biszu Niederlegung seines Amtes im März 1838 blos mit Hülfe der Milizen niederhielt, denaber erst sein Nachfolger Sir George Arthur völlig bewältigte. Wider die gegen ihn erhobe-nen Beschuldigungen suchte er sich in einerNarrative" zu rechtfertigen, die das seltsamsteGemisch von Politik und Polemik, von Ernst und Scherz, von Wahrheit und Dichtung ist.

Heathfkeld, s. Elliot (Georges Aug.).

Hebamme, Wehemutter oder Kindermutter (odstetrix) nennt man eine Frau,deren öffentlicher Beruf in Hülfeleistungcn bei Schwangerschaften, Geburten und Wochen-betten besteht. (S. Geburtsh ülfe.) Die Grenzen, welche diesen Beruf einschließen,sind in civilisirten Staaten durch Gesetze bestimmt, können aber nicht genau gezogen sein,