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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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gesetzt als der Banquier. Hierzu kommen noch bei den andern Spielen zahllose Betrü-gereien der handwerksmäßigen Spieler. Wie nun die Hazardspiele auf die verderblichsteWeise den Vermögenszustand der Spielenden und ihrer Familien untergraben und zer-rütten, so wirken sie bei dem leidenschaftlichen Spieler auch höchst nachtheilig auf die Sitt-lichkeit. Deshalb sind die Hazardspiele im Allgemeinen auch von jeher für verderblich ge-halten und vom Staate verboten und bestraft worden. Nach röm. Rechte unterlag dasHaus der Confiscation, in welchem Hazardspielende betroffen wurden. Die neuere eurov.Gesetzgebung ist in Hinsicht der Hazardspiele eine verschiedene; während in einigen Staa-ten die Hazardspiele erlaubt oder wol gar zum Vortheile des Staats verpachtet sind, in-dem man cs der Willkür eines Jeden überläßt, ob er sein Vermögen wagen will oder nicht,und es für besser hält, öffentlich, wo weniger Betrug möglich ist, spielen zu lassen, als,was nicht zu vermeiden ist, insgeheim, wo die gröbsten Gaunereien ausgeübt werden, be-stehen in andern Staaten strenge Verbote der Hazardspiele, ohne daß es darum gelungenwäre, sie ganz zu unterdrücken. Die öffentlichen Hazardspiele sollen schon gegen Ende des12. Jahrh. in Italien und zwar zuerst in Venedig aufgekommen sein ; auch sind sie nochjetzt in Italien, namentlich in Neapel und an einigen Badeorten, öffentlich. In Frankreich,wo es früher in fast allen großen Städten privilegirte Spielhäuser gab, sind alle öffentlicheSpielhäuser seit dem I. Jan. 1839 geschloffen, sodaß die franz. Bankhalter, wie Benazet,Chabert, Devaux und Gebrüder Blanc, genöthigt waren, sich nach Deutschland zu wen-den. Allein auch in Deutschland, wo überdies die Hazardspiele blos in einigen Staaten undnur an bestimmten Orten und für gewöhlich zu bestimmten Zeiten erlaubt und privilegirtsind, z. B. in Bädern, wie Homburg vor der Höhe, Wiesbaden, Baden-Baden, Aachen,Spa, Kisstngen und Dobberan, während der Messen, Jahrmärkte, Vogelschießen u. s. w.,hat das erwachte sittliche Gefühl in der neuesten Zeit sich allenthalben und namentlich inHessen, Baiern, Baden, Preußen und in der freien Stadt Frankfurt gegen die Hazard-spiele ausgesprochen. Nichtsdestoweniger aber wurde im Bahnhofe zu Köthen ein öffent-licheS Spielhaus privilegirt, wo, wie in Homburg vor der Höhe, während des ganzen Jah-res gespielt wird. Die deutsche Particulargesehgebnng bestraft die Bankhalter mit Con-fiscation der Bank und diese, wie den Wirth oder den Eigenthümcr des Hauses, welcherspielen läßt, und die Spielenden mit Geld und Eefängniß meist im policeilichen Wege.

Hazelius (Johan Aug.), schweb. Oberstlieutenant, ein bekannter Schriftsteller, derSohn eines Kaufmanns in Stockholm, geb. am 18. Apr. > 797, machte bereits 1814 alsSouslicutenant beim Jngenieurcorps den Feldzug in Norwegen mit. Nachher beschäftig-ten ihn mehre Jahre lang topographische Vermessungen in verschiedenen Provinzen desReichs. Im I. 1823 wurde er Mitglied der Akademie der Kriegswissenschaften, in Folgeeiner von ihm verfaßten und von dieser gekrönten Schrift über die Bildung der Offiziere,und 1829 Hauptmann beim Jngenieurcorps. Gleichzeitig erhielt er den Auftrag, in demInstitut des Jngenieurcorps Vorlesungen über Strategie und Taktik zu halten, die er zweiJahre lang fortsctztc. Auch erwarb er sich 1829 einen neuen Preis durch seine Abhand-lung über die topographische Zeichnenkunst. Im I. 1839 wurde er Lehrer der Taktik,Strategie und Kriegsgeschichte zu Mariäbcrg und noch in demselben Jahre Ordonnanz-offizier bei dem Kronprinzen. Durch die Begründung einer Unterrichtsanstalt für jungeOffiziere half er 1831 einem sehr dringenden Bedürfnisse ab; auch schrieb er für dieselbemehre Lehrbücher. Im I. 1836 wurde er Major und Mitglied der ersten Classe der Aka-demie der Kriegswiffenschaften, die in demselben Jahre seine Schrift über stehende Heereund Volksbewaffnung mit dem Preise krönte und deren Verhandlungen er seit einer Reihevon Jahren redigirt. Neuerdings schrieb er über öffentliche Erziehung (1843) und es zeich-net sich diese Schrift, wie seine übrigen, durch klare Auffassung und lebendigeDarstellung aus.

Hazlitt (William), engl. Literator, geb. am 19. Apr. 1778 zu Maidstone in derGrafschaft Kent und gebildet auf der Schule zu Hackney bei London, widmete sich zuerstder Malerei, ohne sich darin auszuzeichncn. Später wendete er sich der schriftstellerischenLaufbahn zu und wurde 1898 Berichterstatter über die Parlamenteverhandlungen fürdasmornillg cdronicle" und andere Zeitungen. Diese Beschäftigung veranlaßte ihn zurHerausgabe einer Auswahl der besten Parlamentsreden von Karl's I. Regierung bis auf