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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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709
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Hauv (Valentin) Havana 709

seinen ,,1'raile cie piiz-signe" schreiben, der für den Gebrauch der hohem Lehranstaltenbestimmt war. Während der Restauration wurde er seines Grades als Offizier der Ehren-legion verlustig; auch schmälerte die Regierung ihm die mäßige Pension, auf welche erAnspruch machen konnte. Für diese Ungerechtigkeit wurde er durch die Aufmerksamkeitdes Königs von Preußen und des Kaisers von Rußland einigermaßen entschädigt, die ihmbei ihrer Anwesenheit in Paris ihre besondere Hochachtung an den Tag legten. Er starban den Folgen eines Sturzes am 3. Juni > 822. Außer einer bedeutenden Anzahl wichti-ger Artikel, welche er zu demäonrnal 6es mines", demZonales 6>> muscum", demäournsl 6es savsnts" u. s. w. beigesteuert, verfaßte er noch viele selbständige Werke vonhohem wissenschaftlichen Werthe. Wir erwähnen davon noch denLssai sur la tdeorieet In »tructure 6es cristsux" (Par. >78-1), ,,'LsbIesu comparstik 6es resuitsts 6e lacristallvArgpkie et 6s I'sual^se ckimiguc, relativewent ä la clsssikcation 6s» cristaux"(Par. 1802) undIraks 6e cristallograpdie" (2 Bde., Par. 1822, mit Atlas in 1.).

Hauy (Valentin), der Bruder des Vorigen, geb. zu Saint-Just am 13. Nov. >715,hat sich hohe Verdienste um das Blindenwesen erworben. Nachdem er einige Zeit in Parisals Elemcntarlehrcr gelebt hatte, fand er eine angemessene Beschäftigung als Übersetzerauf dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten. Das fertige Clavierspiel unddie sonstigen Kenntnisse eines blinden jungen Mädchens, Namens Paradies, welche nachder Methode Weisscmburg's aus Mannheim gebildet war, erregte seine Aufmerksamkeit.Seit dieser Zeit fing er an, über wesentliche Umgestaltung der Erziehung der Blinden nach-zudenken, und seine Untersuchungen fanden sehr bald besondere Aufmunterung von Seitender Akademie und anderer gelehrten Gesellschaften. Es wurden ihm, auf Veranstaltungder Philanthropischen Gesellschaft, zwölf Zöglinge anvertraut, deren schnelle Fortschrittedie Aufmerksamkeit des Hofs auf seine Methode lenkten. Dadurch wurde nicht nur seineAnstalt gefördert und erweitert; er selbst wurde auch zum Professor und zum Interpretendes Königs ernannt. Die Revolution konnte nicht ohne Einfluß auf das Bestehen seinerBlindenanstalt bleiben. Dieselbe wurde zuerst mit dem Etablissement der Taubstummenvereinigt, dann wieder davon getrennt und endlich in das ülaisoa 6es «Zumre-vivAts ver-legt, wo sich die blinden Bettler befanden. H., der mit diesen und ähnlichen Veränderun-gen nicht einverstanden und in der That für die eigentlichen Administrationsgescha'fte nichtgemacht war, wurde für den Verlust seiner Stellung durch eine mäßige Pension entschä-digt. Zwar gründete er hierauf eine Privatanstalt (Museum 6es aveugles), doch gab erdieselbe bald wieder auf, um einer Auffoderung des Kaisers Alexander, nach Petersburgzu kommen, Folge zu leisten. Hier schuf er unter Mithülfe seines Zöglings Fournier einegroßartige Blindenanstalt, für welche sich der Kaiser lebhaft interessiere. Seiner schwachenGesundheit wegen kehrte er >817 nach Frankreich zurück und lebte in Paris bei seinemBruder Rene Just, bis er am l 8. März > 822 starb. Außer kürzer» Abhandlungen über dasBlindenwesen hat man von ihm einenLsssi sur l'e6ucation 6es aveuzles" (Par. 17 86,4.) und ein ,Mömsire lustorigiis abrägä sur Iss teleFrapde» etc." (Petersb. 181 0).

Havana oder eigentlich Habana (San-Cristobal de la), die Hauptstadt der span.Insel Cub a (s. d.), an der nördlichen Küste derselben gelegen, unterm 23" nordl. Br.und 6-1" 12^ westl. L., wurde im I. >5 lS hierher verlegt, nachdem sie am 25. Juli >515von Diego Velasquez an der Südküste, in der Gegend des jetzigen Hafens Batabanö, ge-gründet worden war. Ihre Verlegung veranlaßte die ungesunde Lage daselbst; den gegen-wärtigen Platz wählte man wegen des schon >508 von Sebastian Ocampo benutzten undgerühmten Puerto de Carenas, welches einer der schönsten und sichersten Häfen der Erdeist. Seinen Eingang bildet ein Kanal von 1000l200 F.Breite und ungefähr 1500 F.Länge, welcher von starken Festungswerken, den Forts Morro, auf welchem sich ein Leucht-thurm befindet, und Cabanas jenseit und la Punta diesseit der Stadt vertheidigt wird.Die Stadt ist ebenfalls mit Mauern umgeben und auch noch durch einige Forts von derLandseite geschützt. Sie liegt am westlichen Ufer des geräumigen Hafens und zählt unge-fähr 3700 Häuser innerhalb und über 8000 Häuser außerhalb der Ringmauern. DieZahl der Einwohner belief sich im I. >812 aus >81508; davon kamen, 22000 M. Gar-nison, Matrosen und Fremde abgerechnet, auf die Stadt und eigentlicken Vorstädte 616 >4