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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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693
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Hasselquist HassenfraH 693

18 l 6" (3 Bde., Weim. 1817—l 8), und das „Allgcmcinc geographisch-statistische Lexi-ken" (2 Bde., Weim. 1817—18). Zu dem „Vollständigen Handbuch der neuesten Erd-beschreibung" (Weim. 1819 fg.), das er in Verbindung mit Easpari, Cannabich, GutsMuths und Ukcrt herausgab, lieferte er die bedeutendsten Beiträge. Auch begründete er

- in Verbindung mit einigen Freunden 1823 den „Gencalogisch-historisch-statistischenAlma-3 nach", dessen Herausgabe er bis zu seinem Tode besorgte und der noch gegenwärtig von dem!> Landes-Jndustrie-Comptoir in Weimar fortgesetzt wird.

I . Hasselquist (Frcdrik), schwed. Naturforscher, wurde zu Törnwalla in Ostgothlands am 13.Ja». >722 geboren. Ganz unbemittelt, gelang cs ihm nur unter großen Entbchrun-! gen und Anstrengungen seine» Entschluß auszuführcn, sich den Wissenschaften zu widmenund 1731 die Universität zu Upsala zu beziehen, wo er ein eifriger Schüler Linne's wurde.Die hingcworfene Bemerkung desselben, daß die Naturgeschichte Palästinas bciweitcm nochnicht genügend erforscht sei, brachte ihn zu dem Entschlüsse, dieses Land zu untersuchen. AlleSchwierigkeiten, welche sich ihm in den Weg legten, durch die Kraft seines Willens besiegend,schiffte er sich >7-19 nach Smyrna ein, ging von da nach Kairo und 1751 über Damiektcund Jaffa nach Palästina. Mit unermüdlichem Eifer forschte er hier in allen Reichen derNatur und brachte eine reiche Sammlung von Pflanzen, Mineralien, Insekten, Fischenu. s. w. zusammen, während er zugleich auf arab. Handschriften, auf Mumien und Mün-.

> zen seine Aufmerksamkeit richtete. Über Cypern, Nhodus und Chios zurückkchrcnd, wurdeer in Smyrna von einer Krankheit befallen und starb daselbst am 9. Febr. >7 52. Linneverfaßte nach den geretteten Sammlungen und Papieren desselben das an trefflichen Be-

j merkungcn reiche Werk „lter kuluestünim" (Stockh. 1757; deutsch, Rost. 1761)und wid-, metc dem Andenken H.'s eine Pflanzengattung aus der Familie der Doldentragenden.

^ HassenfraH (Jean Henri), franz. Chemiker und bekannt durch seine Thätigkeit wäh-

t rend der Revolution, geb. zu Paris am29.Dcc. 1755, kam sehr jung nach Martinique und

beschäftigte sich nach seincrNückkchr nach Paris mit derAusübung der Zimmermannskunst.

> Zu seiner weitern Ausbildung studirte er Mathematik unter Monge. Nachher arbeitete er un-ter der Leitung des königlichen Geographen Bauvin und bewährte sich in solchem Grade, daßer > 789 Ingenieur-Geograph wurde. Jm J. 1783 unternahm er aufBefehl der Regierungeine Reise nach Steiermark und Kärnten, um sich hier eine genauere Einsicht in die Stahl-und Eisenfabrikation zu verschaffen und der Negierung darüber zu berichten; auch bereiste erhierauf Ungarn und einen Theil Deutschlands, um die Praxis des Bergbaus näher kennenzu lernen. Nach seiner Rückkehr stand er dem Laboratorium des berühmten Lavoister vor.Der Revolution schloß er sich gleich im Beginn mit großer Begeisterung an; er trat demJakobinerclub bei, suchte aber fortwährend die Maßregeln des Schreckens zu mildern undwurde dann Mitglied des revolutionnairen Gemeinderaths von Paris. Dadurch, daß dievon dem revolutionnaircn Gemeindcrathe auf den 31. Mai des Nachts beschlossene Ver-haftung der Girondisten (s. d.) durch seine Vermittelung auf den nächstenMorgcn ver-schoben wurde, rettete er Vielen Freiheit und Leben. An der Spitze des Volks erschien eram 1. Juni vor den Schranken des Convents, von dem er die Auflösung der zur Überwa-

^ chung der Stadt vor revolutionnairen Umtrieben niedergesetzten girondistischen Commission

- verlangte, wozu sich die Versammlung auch bequemtc. Ammer kühner geworden, wagte

, er sich hierauf sogar an den Gemeinderath selbst, dessen Übergriffen zu steuern er das aller-

! dings geeignetste Mittel der Auflösung ergriff. Von seiner Theilnahme für die Revolu-tion zeigen auch seine Schriften: „Kcnle cl'exercice, -NI msmiel militsire cks I'inlsntorie,cuvulerie et »rtillerio nntinnnle" (Par. > 799), die dann unter dem Titel „<7at<ie!Ü8msniilitsiis, <»i iiucrniel <l» ^circle nstional" (Par- I 799) erschien, und der ,,<7c>»rs revnlu-tinunuire U' kxlmiuistrution militaire" (Par. I 793, 3.). Im I. 1793 übertrug ihm derMinister Servant die Aufsicht über die Kriegsmunition; zwar verlangte H. sehr bald, den

i vielseitigen Beschwerden dieses Amtes unterliegend, seine Entlassung; sie wurde ihm indeßnicht bewilligt. Großes Verdienst erwarb er sich um das Bergbauwesen, bei derReorgani-sation der Militairschule und bei Begründung der Polytechnischen Schule, an der er 1793als Professor derPhysik angestellt wurde. Nichtsdestoweniger unterlag er fortgesetzt vielenAnfeindungen, die endlich am 23. Mai >795 sogar die Ausfertigung eines Vcrhaftsbc-