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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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691
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Hasse (Friedr. Christian Aug.) Hasse (Zoh. Adolf) 69!

sind die Hebel aller Bewegung ln dem Gebiete freier Neigungen; im engern und eigentli-chen Sinne aber versteht man unter Haß die Abneigung gegen andere Personen, sodaß mansich nicht blos ihrer Gemeinschaft zu entziehen, sondern, wo möglich, ihnen auch zu schadensucht. Der Hassende gesteht den Gegenständen seiner Abneigung eine gewisse WichtigkeitI zu, und hierin unterscheidet sich der Haß von der Verachtung. Häufig entspringt der Haßaus Eigennutz, Neid oder gekränktem Ehrgeiz.

Hasse (Friedr. Christian Aug.), ordentlicher Professor der historischen Hülfswissen-schäften an der Universität zu Leipzig und Redacteur der „Leipziger Zeitung", geb. am 4.Jan. l 77:; zu Nchfeld bei Herzberg, wo sein Vater Prediger war, bezog die Universität zu^ Wittenberg, wozu er sich auf dem Lyceum zu Lübben vorbereitet, zu Ostern >791 und stu-dirte daselbst in steter Verbindung mit Philosophie und Geschichte die Rechtswissenschaft.Seine Absicht, die praktische Laufbahn als Sachwalter zu betreten, änderte er, als ihn derFürst von Schönburg-Waldenburg zum Lehrer seiner drei Söhne wählte. Durch den imOct. >708 an ihn ergangenen Ruf als Professor an das Cadettcnhaus zu Dresden, bei, welchem er l 803 als ordentlicher Professor der Moral und Geschichte einrückte, erhielt der' l Gang seiner Studien in Folge des Unterrichts, den er zu ertheilen hatte, eine literarisch-encyklopädische Richtung. Mit dem russ. Gesandten, Grafen Gregor von Stroganow, un-' ternahm er 1805 eine größere Reise über Berlin, Hamburg, London und Lissabon nach> Madrid, von wo er nach einem halbjährigen Aufenthalte über Paris > 800 nach Dresdenzurückkehrte. Im Oct. 1828 folgte er dem schon drei Jahre vorher an ihn ergangenenRufe als Professor der Geschichte an der Universität zu Leipzig. Von seinen schriftstelle-rischen Leistungen sind zu nennen „Dresden und die umliegende Gegend" (Pirna 1801;2. Aust., 2 Bde., Dresd. 180-1), die erste aus höher« statistischen Gesichtspunkten abge-faßte Topographie; die Biographien Moreau's (Dresd. 1816) und Gerhard von Kügel-t gen's (Lpz. 182-1) und mehre Beiträge zu Niemeyer'S „Biograph" und den „Zeitgenossen",die er später redigirte; ferner „Die Gestaltung Europas seit dem Ende des Mittelalters! bis auf die neueste Zeit nach dem wiener Congreß" (Bd. l,Lpz. >818), worin er den glück-lich ausgeführtcn Anfang einer historisch-statistischen Entwickelung der neuen curop. Zu-stände lieferte, und die „Geschichte der Lombardei" (4 Bdchn-, Dresd. 1826—28). Vongroßem Einfluß auf die literarische Thätigkeit H.'s war seine freundschaftliche Verbindungmit dem Buchhändler Friedr. Arnold Brockhaus, für dessen literarische Unternehmungener insbesondere auch durch Lieferung zahlreicher Beiträge zu dem „Conversations-Lexikon"sehr thätig war und nach dessen Tode er die von diesem 1822 begonnene „Neue Folge desConversations-Lexikons" vom Buchstaben G. an, sowie die sechste und siebente Auflage des„Conversations-Lexikons" redigirte, um welches Werke- äußere Gestaltung und innere Aus-bildung er sich die entschiedensten Verdienste erwarb. Früher hatte er im Verein mit meh-ren Gelehrten die „Taschen-Encyklopädie oder Handbibliothek des Wissenswürdigen inHinsicht auf Natur und Kunst" (4 Bde., Lpz. > 816—20) herausgegcben. Auch zu Ersch! und Erubcr's„AllgemeinerEncyklopädie der Wissenschaften und Künste", sowie zu mehrenZeitschriften, z. B. dem „HermeS", den „Blättern für literarische Unterhaltung", Luden's1 „Nemesis" u. s. w., lieferte er viele gehaltvolle Beiträge. Im Oct. 1830 wurde ihm unddem I)r. Gretschrl von der sächs. Regierung die Redaction der „Leipziger Zeitung" und' „Leipziger Fama" übertragen, die ihn später von größern literarischen Arbeiten abzog.

Hasse (Joh. Adolf), ein berühmter deutscher Componist, geb. am 25. März 1690zu Bergedorf bei Hamburg, begann seine Laufbahn als Tenorsänger am Hamburger Thea-ter, wo ihm durch Kaiser's Compositionen vielfache Gelegenheit und Anregung zur Bil-, düng, zugleich aber in ihm das Verlangen nach einem gründlichen Studium de- Satzes' und ContrapunktS erweckt wurde. Im I. 1722 folgte er einem Rufe nach Braunschweigals Hof- und Theatersänger, verließ diese Stellung aber schon 1724 wieder, um nach Jta-s lien zu gehen. In Neapel machte er unter Porpora und Scarlatti seine Studien; eineOper erwarb ihm die allgemeinste Theilnahme und den Beinamen il csro Sassone. ImI. 1727 wurde er als Kapellmeister am Lnnsorvatnno ckpgli iacurubili in Venedig ange-! stellt, wo er seine nachmalig« Gattin, die berühmte Sängerin Faustina Bordoni, kenne»

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