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1812 nochmals Deutschland besucht hatte, verheirathcte sie sich nach ihrer Rückkehr nachRom 181.'; mit dem wohlhabenden und geachteten Advocaken Giuseppe Vera, der 1831starb, und entsagte der Bühne. — Ihr ältester Bruder, Joh. Friedr. H., geb. am 3. Juli1775, ein geschickter Clavier- und Violinspieler, starb als Mitglied des Theater- und Con-eertorchesters und Organist bei der reformirten Kirche zu Leipzig am 29. Aug. 1891. —Ein anderer Bruder, der erwähnte Aug. Ferd. H., geb. am 15. Oct. >779, der sich alsComponist und namentlich als musikalischer Schriftsteller bekannt machte, wurde 1817Chordirector in Weimar, wo er >844 starb. — Ein dritter Bruder, Christian Wilh.H., geb. am 24. Der. 1781, machte sich als Sänger an den Bühnen zu Leipzig, Prag,Breslau, Wien und Stuttgart, wo er noch gegenwärtig als Hofsänger angestellt ist, sowieals Componist und Dichter rühmlichst bekannt. - Des Letzter« Tochter, Mathilde H.,geb. zu Stuttgart 1815, wurde > 834 erste Sängerin am Hoftheater zu Gotha.
Hasli, Thal und Amt, in dem von den Schneebergcn sogenannten Weißlande desCantons Bern, zieht sich, von der Aar durchströmt, in vielfachen Verästungen bis in dieHochgebirge und har von der Wallisergrenze bis zur Weilcrbrückc eine Länge von zehn undin größter Breite eine Ausdehnung von neun Stunden. Im untern Theile ziemlich sum-pfig, ist es dann fruchtbar und bietet die reizendste Abwechselung vom Milden zum Erha-benen (Handsckfall) bis zu der öden Wildniß der Grimsel mit dem benachbarten Sidel-horn, wo sich Ostreicher und Franzosen im Aug. > 79!» ein merkwürdiges Gefecht lieferten.Der Hauptort deS HaSliamteS ist das schöne PfarrdorfMeiringen, mit etwas über 4990 E.,am Fuße des mit den fruchtbarsten Alpen bedeckten und sechs Bergdörfchen enthaltendenHaSlibergs. Zn der Nähe sind der Reichenbach mit seinen Fällen und das Bad undder Gletscher von Rosenlaui, an dessen Stelle vor hundert Jahren noch die Heerden weideten.Nach unbeglaubigten Sagen stammen dieBewohner des Thals, die sich vor ihren Nachbarndurch feinere Körperbildung und besseres Deutsch auszeichnen, von Schweden, oder Ostfrie-sen, oder von den durch Karl den Großen in die Schweiz versetzten Sachsen oder Friesen ab.
Haspel ist ein einfaches Hebezeug, dessen man sich hauptsächlich in Bergwerken be-dient, um Lasten aus der Tiefe heraufzufvrdern. Dasselbe besteht aus einen» auf zwei Stützenin Zapfenlagern wagerccht liegenden Wellbaum, dem Haspelbaum, welcher entwederdurch Kreuzarme (Kreuzhaspel), oder durch Kurbeln (Hornhaspel), oder durch einSpeichenrad (Rad Haspel) in Umdrehung gesetzt wird. Auf diesen Wellbaum windetsich das Lastseil in zwei Armen auf, sodaß der eine Arm absteigt, während der andere auf-steigt und so einer dem andern als Gegengewicht dient. Wird nur an einem Ende gedreht,so heißt der Haspel einmännisch; zweimännisch aber, sobald an beiden Seiten Angriffs-punkte für die Kraft befindlich sind. Oft wird auch noch ein Schwungrad zu Ausgleichungder Bewegung angebracht. Das Verhältniß der Kraft zur Last richtet sich nach dem Unter-schiede des Halbmessers der Welle und des Halbmessers bis zum Angriffspunkt der Kraft.Man kann daher bei dünnen Wellen und großen Kurbeln sehr bedeutende Lasten mit ge-ringer Kraft heben; da aber in diesem Falle di« Schnelligkeit der Last mit der der Kraft iinumgekehrten Verhältnisse steht, so wird man auch dann um so mehr Zeit zur Gewältigungder Last brauchen. — In der Spinnerei nennt man Haspel eine Maschine, welchedazu dient, das gesponnene Garn von der Spule ab in Gebinde zu formen und zugleich zumessen. Ein solcher Haspel ist ein Rad, dessen Umfang einen Faden von bestimmter Längecrft>dert, gewöhnlich 2—4 Ellen, sodaß bei jeder Umdrehung des Haspels eine solche LängeTarn aufgewunden wird. Eine bestimmte Anzahl solcher Fäden, gewöhnlich 20—69, bil-den «in Gebind, und 19—20 solcher Gebinde ein Stück. Am Rade des Haspels ist einZählwerk angebracht, welches durch einen Schlag anzeigt, wenn ein Gebind voll ist, wel-ches dann unterbunden wird, worauf man weiter haspelt, bis das Stück voll ist. Auch hatman Maschinenhaspeln, welche 10—20 Stück gleichzeitig haspeln und zu ihrer Be-dienung nur einen Knaben erfodern.
Haß heißt dir entschiedene Abneigung eines freien Wesens gegen andere. Der Haßist der Lieb« entgegengesetzt, jedoch mit der Liebe auch wiederum verbunden, denn die starkeLiebe zu einem Gegenstand« entladet sich in Haß gegen das Entgegengesetzte oder Das,was der Verbindung mit dem Geliebten entgegensteht. Haß und Liebe im weitern Sinne