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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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Hascnauge

Hafer

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den" (Dresd. 1826; 3. Aufl., 1836); „Übersichtstafeln zur Geschichte der neuern Kunst,(Dresd. 1827); „Eriech. AlterthumSkunde" (2 Bdch., Dresd. 1828; neue Ausg., Qued-linb. >831) und „Paläologus. Kleine Schriften meist antiquarischen Inhalts" (Lpz. 1837).

Hasenauge (lagoplittmlmus) nennt man, wegen der Ähnlichkeit mit dem Hasen,ein Auge, bei welchem eines der Augenlider, gewöhnlich das obere, zu kurz ist, um sich wiein, Normalzustände an das andere anlegen und so das Auge schließen zu können. DieserMangel kann theils angeboren, theils durch Verlust eines Stücks des Augenlides in Folgevon Wunden, Geschwüren u. s. w. herbeigeführt werden. Vorübergehend kommt das Übelauch bei manchen Krankheitszuständcn als Krampf u. s. w. vor, wo cs jedoch mit der allge-meinen Krankheit weicht. Da das fortdauernde Offenstehen des Auges durch den immer-währenden Lichtrci; und andere Übelstände sehr nachtheilig auf dieses Organ wirkt, so ver-suchten schon Celsus und nach ihm viele Andere das Übel durch eine Operation zu heben,jedoch mit so wenig Erfolg, daß selbst noch der große Augenarzt Beer in Wien das Hasen-auge für unheilbar erklärte. In der neuern Zeit jedoch haben Dzondi, Züngken, Frickr,von Ämmon und namentlich F. Jäger Operationen angegeben, deren Ausführung schonzu manchem glücklichen Resultate geführt hat.

Hasenclever (Peter), geb. 1716 zu Remscheid im Bergischcn, widmete sich vonJugend auf Fabrik - und Handelsgeschäften, bereiste wiederholt die meisten europ. Länderund trieb lange Zeit sehr bedeutende Geschäfte, vorzüglich in Lissabon, dann in Cadiz undLondon und später in Nordamerika. Als er in London durch falsche Speculationen seinerAssocies bankrott geworden war und in Amerika den Nest seines bedeutenden Vermögens,das er durch redlichen Fleiß sich erworben, verloren hatte, ließ er sich zu Landshut in'Schle-sicn nieder. Hier machte er sich insbesondere um den schlcs. Lcinwandhandcl verdient undbegründete noch in höherm Alter ein ansehnliches Etablissement, bei dessen Verwaltung erallenthalben ebenso viel Einsicht als Rechtschaffenheit zeigte. Ällgemcin geachtet starb er1792. Auch mehre Schriften, die er hintcrlassen, liefern Beweise seiner ausgebrcitctcnKenntnisse. — Derselben Familie gehört Joh. Pet. H., aus Remscheid, an, einer der be-sten lebenden humoristischen Gcnremaler', auf welchen die düsscldorfcr Schule stolz seinkann. Seine Bilder zur „Jobsiade" find in Ausführung und Erfindung meisterhaft.

Hasenscharte, Hasenlippe oder Hasen mand (Indium loporinum) nennt mannach der Ähnlichkeit mit der Lippenbildung des Hasen die meist angeborene, zuweilen auchdurch Wunden oder Geschwüre bewirkte Spaltung der Lippe in zwei oder mehre Thcilc,welche sich in den meisten Fällen an der Oberlippe befindet. Die Spalten in der Lippe sindkürzer oder länger, erstrecken sich auch zuweilen bis in die Nasenlöcher. Diese Misbildungist nicht nur entstellend, sondern auch beim Essen und Trinken, sowie beim Sprechen hin-derlich und hat dabei noch das Lästige, daß sie dem Speichel den Ausfluß aus dem nichtvollkommen geschlossenen Munde «erstattet. EinHülfsmittcl dagegen bcsiht die Chirurgiein einer Operation, welche schon seit langer Zeit bekannt ist und in den meisten Fällen,wenn sie bei angeborenerHasenscharte'frühzeitiggenug mit Geschicklichkeit ausgeführt wird,einen so glücklichen Erfolg hat, daß in später« Zeiten von der frühem Misbildung nur nocheine höchst unbedeutende Narbe zu sehen stst. Nicht selten ist mit der Hasenscharte einW o lfs rachen (s. d.) verbunden.

Häser (Charlotte Henriette), eine berühmte Sängerin, geb. am 23. Jan. 1783 zuLeipzig, war dieTochter des Musikdirektors bei dasiger Universität, Joh. George H., geb.am 11. Oct. 1728, gest. am 15. März 1869. Sie bildete sich unter der Leitung ihres Va-ters und Schicht's, genoß dann den Unterricht des Musikdirektors GestewiH und des So-pranisten Ceccarelli und machte so überraschende Fortschritte, daß sie schon 1863 bei derital. Oper in Dresden angestellt wurde, wo sie in wenigen Jahren mit den ausgezeichnet-sten Sängerinnen wetteiferte. Begleitet von ihrem Bruder, Aug.Ferd. H., reiste sie 1806nach Italien, wo ihre schöne Stimme, ihre Kunstfertigkeit und ihr anhaltendes Studium,die Vortheile der ital. Gesangmethode mit deutscher Gründlichkeit zu verbinden, ihr allge-meinen Beifall erwarben, sodaß sie gewöhnlich nur la ckiviaa Ueckesc» genannt wurde.Ihren Ruf erhöhten eine seltene Bescheidenheit und strenge Sittlichkeit. Nachdem sieSonv-'Lex. Neunte Aust. VI. ^

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