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sowie in der Schrift „Die enge Verbindung des Alten Testaments mit dem Neuert(Hamb. > 831). Seine dogmatische Unbefangenheit hatte er schon früh durch die „Blickein den Geist des Urchristcnthums" (Düsscld. >802) zu erkennen gegeben.
Hartmailsdorff (Aug. von), schweb. Kammcrgcrichtspräsidcnt, gcb. 1782 in Ost-gothland, trat nach vollendeten Studien in Upsala in die königliche Kanzlei ein. Im I.>815 ging er als Sccrctair des Ncichsstatthaltcrs Grafen von Essen nach Norwegen underhielt dort 1818 den Titel eines Kanzlciraths. Seit 1826 Kämmerer des Niltcrhauscs,wurde er 1831 um Staatssccretair im Departement der kirchlichen Angelegenheiten er-nannt. Dreima- verwaltete er in den I. 1836—38 interimistisch die Functionen als Hof-kanzlcr. Zm I. >838 wurde er Landshauptmann in Kalmar, bald daraufabcr durch einenAndern ersetzt. Als im I. 1840 der Staatsrath eine neue Organisation erhielt, verlorer auch seine Stelle als Staatssccretair; doch im folgenden Jahre wurde er zum Prä-sident des Kammcrgcrichts ernannt. Schon auf dem Reichstage von >823, wo er dergemäßigten Oppositionspartei bcitrat, hatten ihn die Stände zu ihrem Bevollmächtigtenim Niksgälds-Contoir erwählt, welchen Posten er bis 1828 bekleidete, wo er als Be-vollmächtigter in die Direktion der Ncichsbank cintrat. Auf dem Reichstage von 1838machte er sich sehr bemerklich als Vertreter der königlichen Prärogativen und Gegner derBewegungspartci, ohne sich indcß nöthigcn Reformen zu Widerschein Nach dem Schlüssedes Reichstags reiste er nach Deutschland, wo er mehre Monate lang Schilling hörte, undbegab sich dann nach Paris, wo er mit großer Auszeichnung in den Tuillcricn empfangenwurde. H. ist ein Mann von makelloser Rechtschaffenheit, gelehrt und praktisch, unermüd-lich thätig und in seinem Urthcile selbständig und unbefangen. Dessenungeachtet ist er einerder unpopulairsten unter den hühcrn Beamten in Schweden. Den Haß der Journalistenhat er sich vorzüglich in seiner Function als Hofkanzlcr zugezogcn, dem in höchster Instanzdie Überwachung der Prcßgcsche zustcht, die er seinen Grundsätzen gemäß sehr streng Hand-habte. Um das Schulwesen Haler große Verdienste; indem >833 nicdcrgesetztcn Comitezur Ncgulirung des öffentlichen Unterrichtswcscns war er eins der thätigstcn Mitglieder.Als sämmtliche Verwaltungsbehörden und Kollegien des Reichs neu gestaltet werden soll-tcn, entwarf er dazu einen ausführlichen Plan, der auch im Druck erschien (2 Bde.).
Hartzcnbusch (Juan Eugcnio), einer der berühmtesten unter den neuesten dramati-schen Dichtern Spaniens, wurde am 6. Scpt. 1806 zu Madrid geboren, wo sein Vater, ausSchwadorf in der Nähe von Köln gebürtig, sich als Kunsttischler niedergelassen hatte.Schon mit zwei Jahren verlor er seine Mutter, eine Spanierin, worauf der Vater wegenMangel an Arbeit und Abneigung gegen die Herrschaft der Franzosen mit seinen beidenSöhnen Madrid verließ und in dem Geburtsorte seiner Frau sich ansiedeltc. Erst >815kehrte der junge H. nach der Residenz zurück, um sich in der jesuitischen Studienanstalt vonSan-Jsidro nach dem Willen des Vaters für den geistlichen Stand auszubilden. Die-sem jcdoch entschieden abgeneigt, erlaubte ihm der Vater nachher sich der Malerei zu wid-men; auch ließ er ihn in der franz. Sprache unterrichten. Nur mit der Metrik der altenKlassiker vertraut, erfuhr er zuerst durch die span. Poetik des Padre Losada, die ihm 1821in die Hände siel, daß auch seine Muttersprache eine geregelte Vcrskunsi habe, und ver-suchte sich nun, selbst Sonette, Romanzen, Silras und Liras zu machen. Um dieselbeZeit sah er zum ersten Male eine dramatische Vorstellung, die einen solchen Eindruck aufihn machte, daß er cifrigst dramatische Werke zu lesen ansing. Das Übertrage» mchrerfranz. Stücke in Prosa machte ihn indcß der Lyrik ganz abwendig, bis er, durch einenFreund auf die Schönheiten des altspan. Theaters hingcwicscn, cs versuchte, einige StückeCalderon's für die Bühne zu bearbeiten. Untcrdcß hatten sich seine äußern Verhältnissebedeutend verändert. Sein Vater war in Folge der veränderten politischen Verhältnisse1823 seines Bcsitzthums verlustig und thcils in Folge davon, theils in Folge der Behand-lung als Liberaler in einen fast vollständigen Blödsinn verfallen. So sah er sich nothge-drungcn, das Lischlcrhandwcrk zu ergreifen, um, gemeinschaftlich mit seinem Bruder, denVater zu ernähren, der erst >830 starb, und sich selbst Subsistenzmittel zu schaffen.Dabei hatte er indcß doch mehre Stücke auö dem Französischen und Italienischen übersetztund einige altspan. Komödien bearbeitet, von denen zwei mit Beifall aufgcsührt wur-