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Verdienste erworben, namentlich durch seine Schriften, unter denen wir den „Katechismusder Homöopathie" (4. Aust., Lp;. 1834) und die „Systematische Darstellung der reinenArzneiwirkungen" (9 Bde., Lpz. und Drcsd. 1825—30) hervorhebcn. Mit Trinks gab erdie „Annalen der homöopathischen Klinik" (4 Bde., Lp;. 1830—33) heraus.
Hartlot) (Dav.), engl. Psycholog, geb. 1705 zu Jllingworth, studirte erst Theolo-gie, dann Heilkunde und lebte hierauf zu Nottingham, dann zu London als praktischerArzt und starb zu Bath am 28. Aug. 1757. Berühmter als seine medicinischen Werkesind seine philosophischen „Odservations on man, ins krame, bis ckiit^ unch bis exjiecta-tinus" (2 Bde., Lond. >749; deutsch von Pistorius, 2 Bde., Nost. 1772), deren drittenund letzten Theil Priestley unter dem Titel „Hieorx ok buman minll" (Lond. 1775) hcr-auSgab. In diesen Untersuchungen leitet H. alle geistige Thätigkeit von der Associationder Vorstellungen ab, die er wieder durch seine Hypothese von den Schwingungen der Ner-ven und eines ätherischen Gehirnfluidums zu erklären sucht.
Hartmanu von Aue, einer der trefflichsten mittelhochdeutschen Dichter, von demwir nächst einigen zarten, anmuthigen Liedern zwei Büchlein oder Briefe und vier erzäh-lende Gedichte besitzen, war ein schwäb. Ritter und Dienstmann der Herren von Aue. Ineiner Klosterschule hatte er vermuthlich einen Anfang des grammatischen Studiums ge-macht; französisch konnte er schon vor der Kreuzfahrt, der er sich wahrscheinlich >>97 an-schloß; daß ersich durch eigenesLesen den Stoff zu seinen erzählenden Dichtungen zu gewin-nen vermochte, sagt er selbst. Unter den letztem ist der „Erec" (herausgegebcn von Haupt,Lpz. 1839) am frühesten, schon vor > 197; der „Jwein" (herausgegebcn von Beneckc undLachmann, Berl. 1827; 2. Aust., 1843; dazu das „Wörterbuch" von Bcnecke, Gött.1833) am spätesten, doch, da Wolfram von Eschenbach im fünften Buche seines „Parci-val" auf ihn anspielt, noch vor > 205 gedichtet. Beide gehören dem Sagenkreise von Ar-tus an; beiden liegen franz. Gedichte, dem Jwein (s. d.) eins von Chrctien von TroyeS,zum Grunde. Dem erstem steht dem Alter nach der „Gregor" (hcrausgcgeben von Greithim „Spicilegium vrtticamim", Frauenfeld 1838; und von Lachmann, Berl. 1838), deraus der geistlichen Legende geschöpft ist; dem letztem die liebliche Erzählung „Der armeHeinrich" näher, welche von den Brüdern Grimm (Berl. >815), von Mailath im „Ko-loczaer Codex" (Pesth 1817), von Lachmann in seiner „Auswahl" (Berl. 1820), von W.Wackernagel im „Altdeutschen Lesebuch" (Bas. 1835, 2. Aust., 1839), von W. Müller(Gött. 1842) und mit H.'s Liedern und Büchlein von Haupt (Lpz. 1842) hcrausgcgebenund von Simrock (Berl. 1830) übersetzt worden ist. Als Erzähler zeichnet sich H. durchfreie natürliche Bewegung der Rede, durch Gewandtheit und Anmuth des Vortrags aus,Eigenschaften, die sich am vollendetsten im „Armen Heinrich" und im „Jwein" zeigen,und die auch von seinen Zeitgenossen anerkannt wurden. Gottfried von Strasburg rühmtihn in seinem um 1207 gedichteten „Tristan" noch als Lebenden; seinen Tod beklagtHeinrich von dem Türlein in der „Krone", die um 1220 gedichtet ist.
Hartmann (Ant. Theod.), ein namentlich um biblische Altcrthumskunde verdien-ter Thcolog, geb. am 25. Juni 1774 zu Düsseldorf, erhielt seine Jugendbildung aufden Gymnasien zu Osnabrück und Dortmund. Nach vollendeten Univcrsitätsstudien inGöttingcn war er von 1797 an mehre Jahre hindurch als Lehrer an den Gymnasienzu Soest und Herford und seit >804 in Oldenburg thätig. Von hier ginger I8II alsordentlicher Professor nach Rostock, wo er 1815 zum Consistorialrath, auch 1818 zumDirector des Münzcabinets ernannt wurde, und am 20.Apr. 1838 starb. Unter seinenSchriften, welche über Denkart, Sitte und Literatur des Morgenlandes sich verbreiten,zeichnen wir aus die „Aufklärungen über Asien für Bibelforscher" (Oldenb. 1806 fg.);ferner „Die Hebräerin am Puhtische und als Braut" (3 Bde., Amst. 1809—10) unddas literar-historische Werk „Oluf Gerhard Tychsen, oder Wanderungen durch die man-nichfaltigsten Gebiete der biblisch-asiat. Literatur" (2 Bde., Brem. 18l'8). Für alttcsta-mentliche Exegese, Kritik und biblische Theologie leistete er nicht Unbedeutendes in seiner„Erklärung des Propheten Micha" (Lemgo 1800), in der „Einleitung in das Studiumder Bücher des Alten Testaments" (Brem. 1818), in den „Historisch-kritischen Forschun-gen über die Bildung, das Zeitalter und den Plan der fünf Bücher Moses" (Nost. 1831)