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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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679
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Harsdörfer Hartenstein 679

brief, den er an den nach der Herrschaft strebenden Bolivar schrieb, veranlaßte diesen, seineZurückberufung zu bewirken. Arm und mittellos bekleidete H. seitdem, um seine zahlreicheFamilie zu ernähren, die Stelle als Schreiber eines Gerichtshofs in Ohio, die ihm seineFreunde verschafft hatten. Was die Whigpartci schon 1836 vergebens in Absicht auf ihnversucht hatte, gelang ihr 1816. An van Burcn'S Stelle wurde er zum Präsidenten derVereinigten Staaten auf 1811—15 erwählt. Seine Botschaft beim Antritt dieses Am-tes am 1. März 18-ll lautete sehr friedlich, sodaß die gesunkene Hoffnung, den Friedenzwischen Amerika und England erhalten zu sehen, neu sich belebte. Doch schon einen Mo-nat nachher starb er nach kurzer Krankheit am -1. Apr. 18-11, der erste Präsident der Ver-einigten Staaten, der während der Negierung starb. An seiner Statt übernahm die Ne-gierung der Vicepräsident John Tytlcr, der sie, der Verfassung zufolge, die vier Jahre hin-durch führt, für welche H. erwählt war.

Harsdörfer (Georg Phil.), ein gepriesener Gelehrter und Dichter des 17. Jahrh.,geb. am l. Nvv. 1667, stammte aus einer vornehmen Patrizicrfamilie in Nürnberg,studirte zu Alkdorf und Strasburg, war lange Zeit auf Reisen in Holland, England,Frankreich und Italien und erwarb sich dadurch viele Sprachkcnntnissc, die er in seinemVatcrlande geltend machte, wo man ihm den Beinamen des Gelehrten gab. Seine dcut-scheu und lat. Schriften, geschichtlichen und schönwisscnschaftlichen und übrigens sehr ver-schiedenartigen Inhalts, unter denen wir nur den „Poetischen Trichter" (3 Bde., Nürnb.1656—53) erwähnen, füllen gegen 56 Bände. H. war aber weder ein gründlicher Ge-lehrter noch ein dichterischer Geist. Fleiß und Belesenheit zeichnen ihn indeß als Lite-rator, sinnreicher Witz, der aber oft in witzelnde Spielerei ausartct, als Dichter aus. Mehreseiner Lieder finden sich in den von ihm herausgcgebcncn „Frauenzimmcrgesprächspielen"(8Bde., <631; neue Aust., Nürnb. 1612—19), einer Art dialogisirter Eneyklopadie. Mitseinem Freunde und poetischen Genossen, Joh. Klai oder Clajus, stiftete er 1611 zu Nürn-berg den Pegnihorden (s. d.). Er starb als Mitglied des Raths zu Nürnberg am 22.Sept. 1658. Eine Auswahl seiner Gedichte enthält Müller's „Bibliothek deutscher Dich-tcr dcs >7.Jahrh."(Bd. 6).

Harte (Walter), engl. Dichter und Geschichtsschreiber, geb. um 1766, erhielt seineBildung auf der Schule zu Marlborough und auf der Universität zu Oxford, und widmetesich dem geistlichen Staude. Einem Bande Gedichte (>727) ließ er einen „Lssu)' on satire"(17 36) und „Lss»)? Oll reasau" (1735) folgen. Als Führer des natürlichen Sohnes desLords Chesterfield, Stanhope, machte er mit demselben >716—56 Reisen, auf denen er dieMaterialien zu seiner„blistorz »f Lustsvus ^<1oI;>I>us" (2 Bde., Lond. 1719; verb.Aufl.,1763; deutsch von I. Eottlicb Böhme, 2 Bde., Lpz. >761, i.) sammelte. Sein letztesWerk war das Gedicht „^niurnntliv" (Lond. 1767). Er starb zu Bath im März > 771.

Härte nennt man diejenige Eigenschaft der Körper, vermöge welcher sie einem aufsie cinwirkcnden Kyrpcr Widerstand leisten, bevor sie denselben cindringcn lassen. Absoluthart ist kein Körper. Um zu prüfen, ob von zwei Körpern der eine härter als der andere sei,versucht man, welcher von beiden den andern mit einer scharfen Kante zu ritzen vermag.Man hat hiernach eine durch Mineralien von sehr bestimmten Härtegraden gebildete soge-nannte Hartes cala ausgestellt, welche aus zehn Graden besteht: I) T».lk, 2) Gyps oderSteinsalz, 3) Kalkspath, i) Flußsxath, 5) Apatit, 6) Fcldspath, 7) Quarz, 8) Topas,9) Korund und > 6) Diamant. Wenn also in mineralischen Büchern die Härte eines Mi-nerals — 6 genannt wird, so bezeichnet dies Fcldspathhärte'; — 8 — 9 eine Härte zwischenTopas und Korund. Man kann die Härte auch dadurch prüfen, daß man den zu prüfen-den Körper und dann die angeführten Normalkörper nacheinander auf einer guten Feilestreicht. Der härteste der bekannten Körper ist der Diamant. Interessant ist die Entdeckung,daß die meisten Krystallc nicht nur aus verschiedenen Flächen desselben Exemplars, son-dern sogar in verschiedenen Richtungen auf derselben Fläche, welche in genauer Beziehungzu den Blättcrdurchgängcn stehen, eine verschiedene Harte zeigen.

Hartenstein, eine der sogenannten schönburg. Neceßhcrrschaftcn im erzgebirgi-scbcn Kreise des Königreichs Sachsen, war ehedem eine RcichSgrafschaft, deren Besitzerseil Ende des 12. Jahrh. zugleich Burggrafen von Meißen (s. d.) waren. Der vorletzte