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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
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678
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678 Harrison (John) Harrifon (Will. Henry)

1 »!,icii 1 imittiries" (2 Bde., Lond. 1781; deutsch von Jcnisch, Bcrl. 1789), welche eine Ge«schichte der Kritik und Betrachtungen über den Geschmack in der Literatur älterer und neue-rer Zeit, besonders des Mittelalters enthalten. Eine Gesammtansgabe seiner Werke be-sorgte sein Sohn, Lord Malmesbury (2 Bde., Lond. >801).

Harrison (John), der Erfinder der Seeuhren, wurde 1693 zu Foulby in der Graf-schaft Uork geboren und lernte bei seinem Vater als Zimmermann. Die große Unvoll-kommenheit der Uhren lenkte sein mechanisches Genie darauf, l726 ein neues Pendelzu erfinden. Nachdem er cs mit dem besten Erfolge bei zwei fast ganz aus Holz verfertig-ten Uhren angewendct hatte, arbeitete er nun ununterbrochen an der Verbesserung seinerErfindung und an der Verbesserung der Uhren überhaupt, und brachte 1738 eine Seeuhrzu Stande, die auf einer Reise nach Lissabon so gute Dienste leistete, daß ihm die auf dienützlichste Erfindung ausgcsehte Coplcy'sche Medaille verliehen wurde. Eine zweite, nochgenauer von ihm gearbeitete Uhr erprobte sich auf der Reise um die Welt unter John By-ron 1783—88, sodaß er einen Anspruch auf den Preis von 28080 Pf. Sterl., der auf dieErfindung einer genau gehenden Seeuhr ausgesetzt war, machen konnte; da indeß die Uhrspäter einen ungleichen Gang annahm, so mußte er sich mit der Hälfte des Preises begnü-gen. Er starb 1778. Seine „üescrijition coutaiiiinA siicll mscüsnism rrs will allorcl s truemensui-ritioii os time" (Lond. 1759) zeigt von gänzlicher Unbekanntschast mit der Literatur.

Harrison (William Henry), Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerikaim I. >831, geb. am 9. Febr. 1773 im Staate Virginien, war der dritte Sohn B e nj a -min H.'s, eines der Unterzeichner der amerikan. Unabhängigkeitserklärung und wurde imHampdcn Sydney Collegium erzogen. Früh verwaist und ohne Vermögen trat er 1792als Fähnrich bei dem Heere ein, welches der General Waync gegen die Indianer an dievon ihnen bedrohte nordwestliche Grenze der Vereinigten Staaten führte. Im I. 1793zum Lieutenant, nach dem Frieden zum Hauptmann befördert, nahm er nach dem Lode desGenerals Wayne, dessen Adjutant er war, 1797 seine Entlassung, wurde aber sogleich zumVicegouvcrneur von Indiana ernannt. Als Abgeordneter dieses Gebiets im Kongresse derVereinigten Staaten setzte er, in Verbindung mit Gallolin, einem geborenen Genfer, dasGesetz in Betreff der Veräußerung der Bundcsländereien in kleinen Parcellen durch, demder Westen seinen blühenden Anbau verdankt, und erwarb sich durch diese und ähnlicheMaßregeln den Beinamen des Vaters des Westens, wohin er bald darauf als Gouverneurvon Indiana zurückkehrte, welchen wichtigen Posten er bis 1813 mit der größten Unei»gennützigkcit, Ncchtslicbe und Weisheit verwaltete. In dem 1811 gegen die Indianer un-ternommenen Kriege, der durch die im nächsten Jahrs erlassene Kriegserklärung der Ver-einigten Staaten gegen Großbritannien, alsbald auch einen Kampf gegen die Engländerm Kanada nach fich zog, entwickelte H. als Befehlshaber des ganzen amerikanischen, ausregelmäßigen Bundcstrupvcn und aus den schwer zu lenkenden, seiner Führung aber ver-trauensvoll folgenden Milizen und Freiwilligen des Westens zusammengesetzten Heeresrasch seine großen, der Natur dieses Krieges angepaßtcn militairischen Talente. Er gewanndas cnkschcidcndcLrcffcn bei Tipccancc am untern Wabash, am TNov. 1811, und erobertenacheinander die von den Briten genommenen festen Plätze Clcevcland, Sanducky, Detroit,Chicago und Michillimackinack. Endlich drang er, nachdem Pcrry mit seiner aufdcm Eriesceneugeschaffcnen Flotte die Seemacht der Briten am 18. Sept. >813 vernichtet hatte, denKrieg ins feindliche Gebiet versetzend, in Obcrcanada ein, wo er am 5. Oct. gegen den Ge-neral Proctor das entscheidende Treffen an der Themse gewann, in welchem der Häuptlingder Indianer, Takomsch, blieb, womit dem Kampfe in diesen Gegenden ein Ende gemachtwar. Hierauf eilte er, ohne erst Befehle aus Washington abzuwarten, mit seinen Truppenan die Grenze von Nicdcrcanada, um auch dort die Angelegenheiten der Amerikaner her-zustcllen. Noch unterwegs erhielt er den Befehl zu dem im Voraus unternommenen Mar-sche. Nichtsdestoweniger wurde er bald nachher abberufen und ins Innere versetzt, woraufer im Apr. 18 11 abdankte und sich in den Bürgerstand zurückzog. In den nächsten Jahrenschloß er wieder mehre vortheilhaste Verträge mit den Indianern. Als Mitglied des Kon-gresses im I. >818 sprach er vergebens für eine bessere Einrichtung der noch immer un-vollkommenen Miliz. JmJ. 182S;vurde »Gesandter in Colombia; doch ein Warnungs-