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6 (1845) Gebler bis Heilsordnung
Entstehung
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652
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652 Hannover

lung am 2. Dec. 1841 eröffnet, von der man alle entschiedene Gegner der Regierung fernzu halten bemüht gewesen war, daher auch die Verfassung von >833 in derselben nichtwieder zur Sprache kam. Ganz in Übereinstimmung mit den Wünschen der Regierungentschieden sich die Kammern gegen den Anschluß H.s an den deutschen Zollvcrband, den derAnschluß Braunschweigs und die dadurch vcranlaßte Trennung der Fürsienthümer Güt-tingen und Grubenhagen und der Grafschaft Hohnstein von den hannov. Hauptlanden sowünschcnswcrth erscheinen ließ. Auch stimmten sie der Regierung bei in Hinsicht auf diedringende Nothwendigkeit der Herstellung von Eisenbahnen. Dagegen lehnten sie den be-deutend erhöhten Militairetat entschieden ab und beantragten sogar eine Rcduction desArtillericetats. Am 14. Juni >842 erfolgte ihre Vertagung. Was die königliche Familieanlangt, so war inzwischen die Königin Friederike am 29. Juni >84i gestorben; wegender Erblindung seines einzigen mit ihr erzeugten Sohns, des Kronprinzen Georg, hatteder König unter dem 17. Juli > 841 für eventuelle Falle wegen seiner Unterschrift die nö-thigen Verfügungen getroffen. Der im Laufe des I. >842 abgeschlossenen Convention zwi-schen H. und Großbritannien, zufolge deren der bisher bei Stade oder Brunshausen vonWaarcn und Schiffen erhobene Zoll aufgehoben und ein völlig neuer Tarif eingcfnhrt wer-den sollte, wurde am Ende des Jahrs von Seiten Großbritanniens die Ratification versagt.Im I. l 843 waren besonders wichtig die von neuem aufgenommencn Verhandlungen wegendes Anschlusses an den Zollverein. DcrStadtdirectorNumann wurde verurtheilt und tratnun, jedoch mit Pension, von seiner Stelle zurück, worauf eine Begnadigung sowol des Ma-gistrats zu H., sowie auch mehrer Anderer, die in Untersuchung gefallen waren, erfolgte.Mit Preußen wurde ein Vertrag über die Emsschiffahrt, mit Dänemark ein Elbvcrkehrs-vertrag abgeschlossen; der Emszoll wurde aufgehoben und wegen der auszuführenden Ei-senbahnen ein vollständiger Plan von der Regierung entworfen. Ein außerordentlichesZusammenströmen von fürstlichen Personen, Nvtabilitätcn und Fremden vcranlaßte dasimOct. gehaltene glänzende Lager bei Lüneburg. Das königliche Haus anlangend, so fandam >9. Febr. >843 die Vermählung des Kronprinzen Georg mit der Prinzessin Marie vonSachscn-Altenburg statt; der König aber unternahm am Ende des Monats Mai eine Reisenach England, wo er der Königin den Unterthanencid leistete und als Pair im Oberhauseerschien. Während seiner Abwesenheit führte der von ihm dazu bevollmächtigte Kronprinzdie Negierung. Die in ganz Deutschland Aufsehen und Theilnahme erregenden Verhand-lungen wegen des Anschlusses H.s an den deutschen Zollverein, die zu keinem Resultate,wol aber zu einer Misstimmung zwischen dem hannov. und dem preuß. und braunschweig.Hofe führten, veranlaßtcn die hannov. Regierung sich in der Staatsschrift „Der großeZollverein deutscher Staaten und der hannov.-oldenburg. Steucrverein am 7. Jan. >844"auf das Forum der Öffentlichkeit zu begeben, worauf auch Preußen und Braunschweigmit öffentlichen Staatsschriften hcrvortratcn, die der erstern in entschiedener und offenerSprache nicht nachstanden, zumal da die hannov. Regierung im Febr. 184 4 allen Verkehrmit den Staaten des Zollvereins förmlich aufgehoben hatte. Gleichzeitig wurde Emdenzum Freihafen erklärt. An der Stelle des kränkelnden Staats- und Cabinetsministers Frei-herr« von Schele übernahm im Juni der Geh. Cabinetsrath von Falcke die Geschäfte, undSchele's am 5. Sept.i 844 erfolgendes Ableben, welches inden ersten Zeiten deßVcrfassungs-kampfes vielleicht von nicht zu berechnenden Folgen gewesen wäre, war jetzt, wo der Ent-husiasmus für die Verfassung von 1833 mehr und mehr sich gelegt und in Beziehung aufden Rechtspunkt durch jahrelanges schwankendes Kämpfen eine gewisse Erschlaffung sicheingestellt hatte, kein Ereigniß mehr, welches irgend einen Impuls gegeben hätte. Die am14. Juli 1842 vertagte Ständeversammlung wurde am 21. März wieder eröffnet und ihrsofort das Budget vorgelegt, welches auf die zwei Jahre vom 3. Juli 1844 bis dahin >846zu 3,970683 und 3,961850 Thlr. Ausgaben undzu 3,991273 und 3,996606Thlr. Ein-nahmen veranschlagt war. Sie bewilligte solches, und ohne in irgend einer Beziehung dieAufmerksamkeit auf sich gelenkt zu haben, wurde sie am 25. Juli vertagt. Dem mit Lübeckam 14.Febr. abgeschlossenen Schiffahrtsvertrage folgte der beiwcitcm wichtigere Handcls-und Schiffshrtsvertrag mit England, der am 12. Juli abgeschlossen und am 9. Aug. 184'4 ra-tifieirt wurde. Vgl.Leibnitz, „Lcript. rer. brunsvicens." (3 Bde.,Hann. 1707—1 >, Fol.);