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und einige Amphibien dem anatomischen Bau jener Organe nach Anspruch auf eine» Ver-gleich mit dem Menschen machen, und auch bei diesen sind die der menschliäwn Hand ana-logen Vorderfüße in ihrem Bau den Hinterfüßen sehr ähnlich und übertreffen diese, mäh-rend sie mit ihnen die hauptsächlichste Bestimmung zur Fortbewegung theilen, nur in we-nigen Rücksichten an Geschicklichkeit. Der gebeugte Gang verstärket fast nur den Gebrauchder Vorderfüße zum Festhalten, was aber auch mehr durch die darauf gelegte Körpermaßeoder durch Einhaken von Krallen als durch Umspannen eines Gegenstandes ausgeführtwird. Die an sich höchst bewundernswcrthe Geschicklichkeit, welche die Spinnen und an-dere Insekten in ihren Füßen besitzen, kann ebenfalls nicht in Betracht kommen, da sich die-selbe fast stets nur auf ein und dieselbe Verrichtung bezieht. Selbst die Hand des Äffensteht an Feinheit der Bewegungen der menschlichen unendlich nach und übt die ihr mitgroßer Mühe gelehrte» Verrichtungen immer noch mit großem Ungeschick aus. Die Handist also ein charakteristisches Kennzeichen des Menschen und wird außer den so mannichfal-tigen Verrichtungen, die sie auszuführcn im Stande ist, vorzüglich noch zu den Handlun-gen gebraucht, bei denen seine moralische Würde in den Vordergrund treten soll, z. B. beimSchwur (s. d.), Handgelöbniß (s. d.) u. s. w. Hand muß Hand wahren, sagtdas deutsche Recht, wenn es den Satz ausdrücken will, daß man die Rückgabe einer Sachenur von Dem verlangen kann, dem man sic anvertraut hat. An Hand und Halfterwurde sonst der Schuldner dem Gläubiger gegeben, d. h. diesem die Befugniß ertheilt, je-nen zur Abarbeitung der Schuld anzuhalten. Herrschende und dienende Hand ge-brauchte man sonst für Lehnherrn und Lehnsträger. (S. auch Han dfeste, Handgeld,Todte Hand und über die Gesammte Hand den Art. Belehnung.) Um den Ver-lust der natürlichen Hand wenigstens einigermaßen zu ersehen, hat man verschiedene Vor-richtungen. Berühmt ist in dieser Hinsicht die eiserne Hand Götz von Berlichingen's(s. d.), von einem unbekannten nürnberger Meister verfertigt; die bis jetzt ihrem Zweckeam meisten entsprechende künstliche Hand erfand 1812 Baillis in Berlin.
Hand (Ferd. Gotthelf), Geh. Hofrath und Professor der griech. Literatur zu Jena,gcb. am >5. Febr. 1786 zu Plauen im sächs. Voigtlande, wo sein Vater Superintendentwar, besuchte das Lyceum in Sorau, wohin sein Vater versetzt worden war, und bezog 1863die Universität zu Leipzig, wo er sich unter Hermann's Leitung den philologischen Studienwidmete und 1869 als Docent habilitirte. Unter zwei von Danzig und von Weimar ausan ihn ergangenen Rufen gab er dem letztem den Vorzug und ging >816 als Professor andas Gymnasium zu Weimar. Im I. 1817 erhielt er, nach Ablehnung eines Rufs alsDirector des Gym.lasiums in Schwerin, eine außerordentliche Professur an der Universitätzu Jena und zugleich die Aufsicht über die damals dort studirenden Grieche». Nock in dem-selben Jahre wurde er zum ordentlichen Professor, zum Mitglied des akademischen Senatsund zum Mitdirector des philologischen Seminars und 1837 zum Geh. Hofrath ernannt.Neben seinen Berufsarbeiten übernahm er 1818 den Unterricht der Prinzessinnen Mariaund Augusta von Sachsen-Weimar, begleitete sie auf einer Reise nach Petersburg, ver-weilte dort ein Jahr und sah dieses Verhältniß erst durch deren Verheirathung mit denPrinzen Karl und Wilhelm von Preußen (1827 und 1829) aufgelöst. Außerdem erwarbsich H. durch mehrjährige Leitung der akademischen Conccrte und durch die in seinem Hauseveranstalteten musikalischen Abendcirkel Einfluß auf die akademische Jugend, und als aka-demischer Dcputirter in der städtischen Commission für Police! - und Armenwesen machteer sich sehr gemeinnützig. Von seinen Schriften sind, abgesehen von einzelnen Abhand-lungen, zu nennen „Ästhetik der Tonkunst" (Bd. I, Jena 1837), „Lehrbuch des lat. Stils"(Jena 1833; 2. Aufl., 1839), „Praktisches Handbuch für Übungen im lat. Stil" (Jena1838), „Kunst und Altcrthum in Petersburg"(Weim. 1837) und „Das Arbeitshaus alsdas vorzüglichste Hülfsmitlel in der Verwaltung des Armenwesens" (Jena 1839). Au-ßerdem besorge er die Herausgabe von Carus' „Nachgelassenen Schriften" (5 Bde., Lpz-1868—16), die Ausgaben von Gronov's „viatribe in 8tutin,n" (2 Bde., Lpz. 1812 )und des Statius (Bd. I, Lpz. 1817) und eine Bearbeitung des Horatius TursellinuS „Departieulis lat." (3 Bde., Lpz. 1829—36). Seit 18-12 nimmt er als Geschäftsführer undRedacteur Theil an der Herausgabe der „Neuen Jenaischen allgemeinen Literatuvzeitung".