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Mitteltreffen an; endlich warfen sich Napoleon's Neitergarden in drei Linien zugleich aufdie Cavalerie-und Infanterie der Verbündeten, während letztere im Rücken von einer Zwöls-pfünderbatteric beschossen wurde. Sehr bald gcrieth die JnfLnterie in Unordnung, und alsdie Cavalerie der Verbündeten dem ungestümen Sturmangriff der Reitergarde Napoleon'-wich, floh auch die Infanterie der Verbündeten, von den Franzosen angegriffen, auf demlinken Flügel über die Kinzigbrücke nach H., das hierauf von den Franzosen mit Haubitzenbeschossen wurde. Das Mitteltreffen wurde auf den rechten Flügel geworfen; jetzt brachdas schwache Geländer der hölzernen Brücke und Viele ertranken in der Kinzig; ein Ba-taillon des östr. Regiments Jordis wurde abgeschnitten und gefangen. Hierauf zog sich derrechte Flügel, durch Czernizew's Reiter gedeckt, auf die aschaffcnburger Straße zurück. DieFranzosen waren im Besitz der Straße nördlich von H. und gewannen nach Wegnahmeder Lamboybrücke auch die andere. Am 31. Oct. früh räumten die Verbündeten H. unddie Franzosen rückten ein. Jene nahmen eine Stellung südlich von der Stadt zu beidenSeiten der aschaffcnburger Straße. Hier griff Napoleon mit Tagesanbruch ihren recktenFlügel an, um seinen Rückzug zu decken, derckadurch ungestört am rechten Ufer der Kinzignach Frankfurt ausgeführt werden konnte, wo Napoleon um 3 Uhr Nachmittags ankam.Zwar nahmen die Verbündeten das noch von zwei Regimentern besetzte H. mit Sturm;allein es gelang ihnen nicht, sich der von einer Batterie vertheidigten Kinzigbrücke zu be-mächtigen und dadurch den ftanz. Nachtrab abzuschneiden. Als Wrede an der Spitze derstürmenden Haufen gefährlich verwundet worden war und an seiner Stelle der östr. Feld-marschalllieutenant Fresnel den Oberbefehl übernommen hatte, stürmten die Baiern mitdoppelter Wuth, östr. Husaren aber setzten durch den Fluß und kamen den Franzosen in dieFlanke. Diese zündeten daher die Brücke an und beschossen H. noch heftiger mit Haubitz-granaten. So führte endlich Morticr, von Platow und Hadick verfolgt, den franz. Nach-trab, 14999 M., über die Lamboybrücke in der Nacht nach Frankfurt, von wo Napoleon amI. Nov. aufbrach und Mainz erreichte. Die Verbündeten gaben ihren Verlust an Tobten undVerwundeten auf 8900 M., darunter 292 Offiziere, an; Napoleon soll in den Gefechtenin und bei H. 15909 Tobte und Verwundete und 8090 Gefangene, worunter 299 Offiziere,verloren haben; zwei bad. Cavalerieregimenter waren zu den Verbündeten übergegangen.
Hand (wann«) heißt der unterste Theil der obern Extremität. Äußerlich unterschei-det man an ihr den Handrücken (llorsum msous), die Hohlhand (vols manus), dieHandwurzelodcrdas Handgelenk (csrpus), die Mittelhand (wetacarpus), dieFinger (ckigiti manu«) und die beiden Ränder, den Speichenrand (msrgo anterior 5. na-äialis), der sich mit dem Daumen, und den Ellenbogenrand (margo posterior s. ulnsris),der sich mit dem kleinen Finger endigt. Das Gerüst der Hand besteht aus 27 Knochen.Von diesen gehören acht der Handwurzel an, welche von sehr verschiedener Größe und Formin zwei Reihen so aneinander gefügt sind, daß sie die Verbindung mit dem Vorderarm undzugleich die ungemeine Beweglichkeit des Handgelenks vermitteln. An diese schließen sichdie fünf röhrenförmigen Mittelhandknochen an, von welchen dann die einzelnen Fingerausgehen, deren jeder drei Knochen besitzt, mit Ausnahme des Daumens, in welchem nurzwei enthalten sind. Eine große Menge sowol Seiten - als Kapselbänder und Muskelnstellen die Verbindung der Knochen untereinander her und leiten ihre Bewegungen. Zwi-schen diesen Muskeln und unter der hier besonders feinen und zarten Haut verläuft eineMenge Gefäße und Nerven, von denen die letzter» sich in den Fingerspitzen feiner als anirgend einem andern Orte endigen und so diese Glieder zum hauptsächlichsten Sitze desTastsinnes (s. d.) erheben. Das letzte oder unterste Glied aller Finger ist noch auf derRückenseite durch den Nagel (unguis) geschützt und heißt deshalb auch das Nagelglied.Die fünf Finger selbst sind unter den Namen Daumen (polier), Zeigefinger (ioller),Mittelfinger (lligitus mecliu«), Ringfinger (lligitus suuularis) und Ohr- oder kleiner Fin-ger («ligitu, »urieulsri, ,. miniwus) bekannt. Gibt die schon angcdeutete physiologischeBestimmung derHand als Hauptorgan des Tastsinnes eine hohe Wichtigkeit, so gewinntdiese noch an Bedeutung, wenn wir die Organe betrachten, die bei den Thieren die Stelleder menschlichen Hand einnrhmen. Von diesen können nur die vicrfüßigen Säugethiere
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